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Handapplikation mit Qualität und Effizienz

(Bild: Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH)

10.01.2022 Handapplikation mit Qualität und Effizienz

Praxiswissen, Technikangebot, Weiterbildung und Services kennen und kombiniert nutzen

von Joachim Rapp (Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH )

Die „perfekte“ Handapplikation von Dicht- und Klebstoffen basiert auf dem Wissen vieler Personen entlang der Wertschöpfungskette eines geklebten Produktes. „Perfekt“ bedeutet dabei i.d.R. optimale Qualität zu minimalen Kosten. Wie bei automatisierten Lösungen kommt der Schnittstelle Mensch/Technik eine zentrale Bedeutung zu. Warum? Menschen mit umfassenden Dicht- und Klebwissen, aber falschen Applikationssystemen, werden genauso ineffektiv sein wie Unwissende mit Top-Technik. Hier setzt ein vernetztes Wissenskonzept an, das den Weg zur Handapplikation mit Qualität und Effizienz ebnet.

Trotz des Trends zur Automatisierung in nahezu allen Branchen, gibt es heute und in Zukunft immer Bereiche, in denen Kleb- und Dichtstoffe manuell appliziert werden. Sei es aufgrund der räumlichen Gegebenheiten, z.B. auf dem Bau bzw. im Handwerk, oder bei industriellen Kleinserien, Nacharbeiten oder der Reparatur (Bild 1). Hier ist eine Automatisierung der Kleb- und Dichtstoffapplikation aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen meist kein Thema. Hinsichtlich Qualität und Effizienz stellen viele dieser Anwendungsbereiche dabei immer höhere Anforderungen. So werden auch Klebungen der Sicherheitsklasse 1 gemäß DIN 2304 manuell ausgeführt. Beispiele sind hier geklebte Glasfassaden an Gebäuden (Bild 2) oder der Austausch von Fahrzeugscheiben. Dabei zeigt sich, gerade bei immer mal wieder herunterfallenden Glasfassaden- Verklebungen, welche Risiken und Probleme schlechte Klebungen verursachen können.

Kleben ist immer „Teamwork“

Bei der dann folgenden üblichen Frage nach dem „Schuldigen“ denkt man reflexartig an die Verarbeitenden und begeht den ersten gedanklichen Fehler: Analysiert man eine problematische Klebung, zeigt sich eine Prozesskette aus Menschen mit ganz Funktionen und Positionen. Sie müssen alle projektbezogen wissen, was sie zu tun haben. Bei jedem Projekt „wirken“ dabei genaugenommen drei Personengruppen bzw. Teams:

  1. die, die eine Verklebung oder Abdichtung realisieren,
  2. die, die das Material, Applikationstechnik und Zubehör entwickeln, verkaufen bzw. beraten, und
  3. im weiteren Sinne die, die die Mitarbeitenden der ersten beiden Gruppen aus- und weiterbilden.