Selten Standard

Dichtungen für die Lebensmittelindustrie müssen besondere Anforderungen erfüllen (Bild: Seal Concept GmbH)

04.06.2018 Selten Standard

Dichtungslösungen für die Lebensmittelindustrie

von Roman Schumann (Seal Concept GmbH)

Die Anforderungen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie steigen ständig. Bei den hier eingesetzten Produktions- und Verpackungsmaschinen sind es – wie so oft – die kleinen Dinge, die erheblich zu reibungslosen Produktionsabläufen beitragen. Moderne Dichtungslösungen gehören dazu – allerdings gibt es sie selten von der Stange.

Die Lebensmittelindustrie ist der drittgrößte Industriezweig in Deutschland und einer enormen Dynamik unterworfen. Die Fertigung ist meist komplex, hochautomatisiert und stellt hohe Anforderungen an die Sauberkeit. Moderne Dichtunglösungen haben hier einen erheblichen Anteil an reibungslosen und hygienischen Fertigungsabläufen. Sei es in Getränke- Abfüllmaschinen, in der Konservenherstellung, in Zentrifugen, Separatoren, Wärmetauschern, in Molkerei-Anlagen, in der Fleisch- und Wurstwarenproduktion, in Maschinen für das Bäckerhandwerk oder Verpackungsmaschinen für trockenes Schüttgut etc. – überall werden zuverlässige Dichtungslösungen benötigt.

Bei dieser Vielfalt an Maschinen ist es klar, dass für die Dichtungssysteme der Seal Concept GmbH – je nach Einsatzbereich – unterschiedlichste Werkstoffe eingesetzt werden. Ein zentrales Kriterium ist, dass sie über die jeweils erforderlichen Zulassungen und Lebensmittelkonformität verfügen. Selbstverständlich ist der Einsatz unbedenklicher Werkstoffe hier Standard.

Dichtungslösungen, die in diesen Branchen zum Einsatz kommen, müssen neben einer hohen Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien und Reinigungsmethoden auch gegenüber hohen Temperaturen, welche bei Reinigung und Sterilisation unvermeidbar sind, beständig sein. Darüber hinaus kommt bei vielen Anwendungen die Anforderung nach geringer Reibung und minimalem Verschleiß hinzu.

Hygiene ist in diesen Branchen ein Thema mit höchster Priorität. Strengste Auflagen verpflichten alle am Produktionsprozess beteiligten Unternehmen, über die gesamte Zuliefererkette die geltenden Bestimmungen zu erfüllen. Eine große Gefahr sind z.B. mikrobakterielle Verunreinigungen. Bei Dichtungen können diese, z.B. durch nicht sterilisierbare Hinterschnitte, entstehen. Deshalb ist bei der Konstruktion von Dichtstellen und bei den eingesetzten Dichtungen darauf zu achten, dass diese leicht zu reinigende und einfach zu sterilisierende Oberflächen haben.

Dichtungssysteme lassen sich optional mit Zusatzeigenschaften ausstatten: Mit einem CO2-Laser-Beschriftungssystem ist die Herstellung lasersignierter Dichtungen möglich. Dadurch wird eine dauerhafte und materialschonende Kennzeichnung auf einer Fläche von bis zu 75 x 75 mm erreicht. Das Eingravieren mehrzeiliger, alphanumerischer Informationen, Grafiken, Symbole und Logos ist kein Problem. Anhand dieser Lasersignatur können Herstellungsparameter jeder Dichtung identifiziert werden, so ist eine schnelle Zuordnung sichergestellt und die Rückverfolgung vereinfacht.