Prozesssicher dosieren – auch  eine Frage des richtigen Netzwerkes

(Bild: dannywandelt)

16.09.2019 Prozesssicher dosieren – auch eine Frage des richtigen Netzwerkes

Impulse des 2. ISGATEC Dosierforums

von Dipl.-Ing. Holger Best (ISGATEC GmbH)

Das effektive Dosieren einer immer größeren Anzahl an Dichtungs-, Verguss- und Spezialmaterialien wie Wärmeleitpasten und Klebstoffen wird heute einerseits beherrscht. Andererseits sind solche Projekte in der Praxis immer mit großen Herausforderungen verbunden, wenn sie nicht ganzheitlich mit viel Know-how realisiert werden. Das verdeutlichten auch die Impulse des 2. ISGATEC Dosierforums am
21. und 22.05.2019.

In vielen aktuellen Trends und Entwicklungen spielt das prozesssichere Dosieren der unterschiedlichsten Materialien eine zentrale Rolle, damit die Produkte lange funktionieren und auch den z.T. wachsenden Sicherheitsanforderungen genügen. Parallel dazu betreten immer noch viele Konstrukteure und Entwickler bei diesen Technologien Neuland. Es fehlen jahrzehntelange Erfahrungen und Know-how, auf die bzw. das man schnell zurückgreifen kann. Das wirkt sich – auch bedingt durch neuartige Vorgehensweisen seitens junger Ingenieure in der Produktentwicklung – schnell in Projekten aus. So ist es heute durchaus üblich, dass ein Lastenheft erst kurz vor der Serienfertigung steht. Gestiegen ist auch die Geschwindigkeit, in der aktuelle Trends Lösungen fordern. Denn das prozesssichere Dosieren von Dicht- und Klebstoffen, Vergussmaterialien, Wärmeleitpasten etc. spielt bei der Realisierung von neuen Fahrzeugkonzepten sowie neuen elektronischen und digitalen Produkten eine immer größere Rolle. Dynamische Marktanforderungen geben die Taktgeschwindigkeit vor und „neue“ Dicht- und Klebtechnologien liefern die Lösungen. Wie immer gibt es bei solchen Entwicklungen Licht- und Schattenseiten und damit für Anwender gute und schlechte Nachrichten. Die guten zuerst – die Materialien, ein anleitendes Normenwerk, ausgefeilte Technik auf allen Prozessebenen, viel Know-how und Lösungspartner sind vorhanden. Das führt direkt zur schlechten Nachricht: Es gibt keine Lösungen von der Stange, d.h. hinsichtlich der Anforderungen, zu erfüllende Normen, des Automatisierungsgrades in der Fertigung, des globalen Einsatz der Produkte etc. müssen Anwender Vorstellungen entwickeln und sie brauchen Know-how zur Beurteilung der möglichen Lösungen. Da müssen Anwender „durch“ – am besten zeit- und ressourcensparend sowie auch zunehmend disruptiven Ansätzen folgend, d.h. auch mal die gewohnten Vorgehensweisen und Partnerschaften grundsätzlich neu evaluieren.

Sven Korinek, Vertrieb & Projekte, ADACTECH Technologies
„Prozesssicher Dosieren heißt für uns, alle Parameter des Dosierprozesses zu analysieren und in die Dosierlösung mit einzubeziehen, um das Qualitätsziel präzise und wiederholgenau zu erreichen.“ Sven Korinek, Vertrieb & Projekte, ADACTECH Technologies
Ralf Gießel, Application and Sales Support Manager Europe, Nordson Deutschland GmbH
„Bei allen technischen Möglichkeiten sollte man auch darauf achten, sich das Leben in der Praxis zu vereinfachen. So sind z.B. statische Mischer einfacher zu handeln als dynamische.“ – Ralf Gießel, Application and Sales Support Manager Europe, Nordson Deutschland GmbH
Joachim Schöck, Spezialist im Bereich „Computational Fluid Dynamics“ (CFD) und Mischtechnik, Sulzer Mixpac AG
„Beim derzeitigen Trend zu 2K-Materialien kommt dem Mischen eine hohe Bedeutung zu. Unter prozesssicherem Mischen verstehen wir, dass der Misch- und Dosierprozess – unabhängig vom jeweiligen Verarbeiter und von den Umgebungsbedingungen – zu reproduzierbaren Ergebnissen führt “ Joachim Schöck, Spezialist im Bereich „Computational Fluid Dynamics“ (CFD) und Mischtechnik, Sulzer Mixpac AG
Olaf Letzner, Vertriebsleiter, DoBoTech AG
„In global agierenden Branchen, wie z.B. der Automobilindustrie, bedeutet effizientes Dosieren und Automatisieren an jedem Standort etwas anderes. Aus Dosieranlagen werden komplexe und interdisziplinäre Technologie- und  Automatisierungskonzepte.“ – Olaf Letzner, Vertriebsleiter, DoBoTech AG
Joachim Schüßler, Vertriebsleiter, Plasmatreat GmbH
„Komplexere Anforderungen und der Einsatz eines immer größeren Materialmix machen eine Plasma-Vorbehandlung der Kleb- und Dichtflächen mit der Openair-Plasma® -Technologie heute immer wichtiger – das zeigen Hunderte von Projekten quer durch alle Branchen.“ – Joachim Schüßler, Vertriebsleiter, Plasmatreat GmbH
 Dr. Frank Kukla, geschäftsführender Gesellschafter, CeraCon GmbH
„Die besonderen Eigenschaften des PUR-Materials als elastische Dichtung, die hohe Prozesssicherheit, die durch modernste Sensorik und Steuerungstechnik gewährleistet wird sowie der sehr hohe Automatisierungsgrad machen die 1K-Technologie für viele Anwendungen, z.B. im Automotive-, Elektronik- und Consumer-Bereich interessant. “ Dr. Frank Kukla, geschäftsführender Gesellschafter, CeraCon GmbH