Aktuelles / Entwicklungen - Statische Dichtungen / Formteile / Profile

25.04.2019
Neue großformatige Schutzelemente im Thermoform-Verfahren

Das neue Produktportfolio aus thermogeformten Artikeln von Pöppelmann KAPSTO®  eignet sich zur Herstellung besonders dünnwandiger, großformatiger Artikel. Die Schutzelemente zeichnen sich durch erhebliche Materialeinsparungen, Ressourceneinsparung bei Logistik und Transport sowie ein einfaches, ergonomisches Handling aus.

Bei der Einführung des Thermoformens profitierte Pöppelmann KAPSTO®  von einem Technologietransfer innerhalb der Gruppe, denn das Thermoform-Know-how ist bereits seit vielen Jahren in anderen Divisionen des Kunststoffspezialisten vorhanden. Das Thermoform-Verfahren ist vor allem für Artikel zur großflächigeren Abdeckung, z.B. im Rohrleitungsbau oder in der Automobilindustrie, vorteilhaft. Beim Thermoformen werden vorproduzierte Folien eingesetzt, aus denen die Formteile in entsprechenden Werkzeugen unter Einwirkung von Wärme und Vakuum entstehen. Pöppelmann KAPSTO®  fertigt diese Folien selber und ist damit in der Lage, auch außergewöhnliche Materialien und Farben zu realisieren. Das neue Verfahren eignet sich sowohl für Kleinstmengen als auch für Produkte in großen Stückzahlen. Sonderanfertigungen sind ebenfalls möglich. Die thermogeformten Schutzelemente lassen sich gut für Marketingzwecke einsetzen: Alle Standardartikel können mit nur geringem Aufwand durch eine zentral eingebrachte Gravur mit einem Firmenlogo individualisiert werden. Der Thermoform-Prozess steht insgesamt für mehr Nachhaltigkeit: Für thermogeformte Schutzelemente reduziert sich der Materialeinsatz um bis zu 70%. Das Design der neuen Normreihen ist außerdem so ausgelegt, dass sich die Schutzelemente hervorragend stapeln lassen. Das reduziert das Transport- und Lagervolumen um bis zu 75%. Die neuen Artikelserien an thermogeformten Schutzelementen starten mit zwei Designvarianten, die jeweils in zwei verschiedenen Materialien und ab sofort ab Lager erhältlich sind: Der ECO-Universalschutz GPN 400 aus Polystyrol (PS) und GPN 401 aus Polyethylenterephthalat (PET) sowie der ECO-Griffstopfen mit seitlicher Grifflasche GPN 480 aus PS und GPN 481 aus PET. Die Artikel aus PS werden in der Signalfarbe Gelb ausgeliefert und unterstützen durch gute Erkennbarkeit eine schnelle Demontage. Die Produkte aus PET sind hingegen kristallklar und eigenen sich besonders für Anwendungen, bei denen auch nach dem Anbringen des Schutzelements darunterliegende Bauteile sichtbar sein sollen. Die neuen Normreihen bieten eine sichere Klemmung für Durchmesserbereiche zwischen 57 und 130 mm. Damit lassen sie sich für einen großen Anwendungsbereich einsetzen.

Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co KG, KAPSTO®, Thermogeformte Schutzelemente.
Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co KG, KAPSTO®, Thermogeformte Schutzelemente.
23.04.2019
Breites Portfolio für die Elektromobilität

Ihr Portfolio an Lösungen für E-Fahrzeuge im Bereich Abdichtung, Abschirmung und Wärme-Management hat die Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt.

Die Komponenten der alternativen Antriebe, bspw. E-Achse, Batterien, Leistungselektronik und deren Steuergeräte, erfordern eine Vielzahl von Abdicht- und Abschirmfunktionen. Ziel ist die effiziente und zuverlässige Funktion aller elektrischen Bordsysteme von der Ladestromkupplung über die Batterie bis hin zum elektrischen Antrieb. Dafür gibt es etablierte Dichtungslösungen wie O-Ringe, Press-in-Place-Dichtungen, Rotationsdichtungen, Integral-Dichtungen (Verbunddichtplatten). Des Weiteren stehen Produkte zur elektrischen Abschirmung und Ableitung von Wärme zur Verfügung, wie z.B. EMI-Bauteile, Thermo-Gels und -Pads. Besondere Vorteile lassen sich durch die Kombination der genannten Funktionen in einem Bauteil erzielen. Steuergeräte, Leistungselektronik oder die elektrifizierte Antriebsachse und deren einzelne Baugruppen müssen zudem zuverlässig sowohl gegen Umwelteinflüsse als auch gegen elektromagnetische Störgrößen geschützt werden. Hierfür bietet Parker eine umfangreiche Produktpalette zur Abschirmung und Abdichtung von Gehäuseelementen. Mit Press-in-Place-Rahmen-Dichtungen, O-Ring-Abdichtungen, Gehäuseteilen mit integriertem Dichtungssystem bis hin zu applizierbaren wärmeleitfähigen Dichtungspasten steht eine Vielzahl möglicher Dichtungslösungen zur Auswahl. Für die Abdichtung großer Gehäuse, z.B. des Batteriesystems, bietet man Dichtungslösungen in XXL-Abmessungen an. Große umlaufende Dichtungen, ob im Extrusionverfahren oder in höherer Qualität stoßstellenfrei hergestellt, sind die  Lösung für Groß-Gehäuse. Im Gegensatz zu geklebten Gehäusen ermöglichen sie im Reparaturfall eine einfache Revision. Für die elektromagnetische Abschirmung, die eine ungewollte Beeinflussung der Komponenten von außen oder auch von benachbarten elektrischen Systemen verhindern soll, stehen spezielle Dichtungslösungen aus EMI-Materialien zur Verfügung. Die kompakten Bauräume der elektrischen Bordsysteme wie Batterie, Leistungselektronik und E-Motor, verbunden mit deren hoher Leistungsdichte, erfordern effiziente und intelligente Thermomanagementlösungen. Luftgekühlte oder flüssigkeitsgekühlte Systeme erfordern Dichtungslösungen mit hoher Temperaturbeständigkeit und langer Lebensdauer. Eine ineffiziente Kühlung würde das Gesamtsystem empfindlich stören und kann zu massiven Leistungseinbußen bis hin zur totalen Zerstörung der elektronischen Komponenten der Hybrid- oder Elektrofahrzeuge führen. Parker kann hier auf langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Dichtungswerkstoffen für Kühlsysteme mit besonders anspruchsvollen Anforderungen bzgl. Lebensdauer und chemischer Beständigkeit zurückgreifen. Neben statischen und dynamischen Dichtungslösungen, wie z.B. Flansch-, Wellen- oder Formdichtungen, bietet man auch spezielle Thermo-Gels oder -Pads zur Ableitung der Wärme von elektrischen Komponenten oder Gehäusen an.

Parker Hannifin GmbH, E-Mobility-Portfolio.
Parker Hannifin GmbH, E-Mobility-Portfolio.
23.04.2019
Neues O-Ring-Berechnungstool online

Pünktlich zur Hannover Messe veröffentlichte C. Otto Gehrckens sein neues O-Ring-Berechnungsprogramm auf der Firmenwebsite. Das Angebot richtet sich vor allem an Konstrukteure, die ihre Entwicklungen hier schnell und einfach überprüfen oder die richtigen Parameter für die O-Ring-Auswahl ermitteln möchten.

Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Programms  lag auf einer übersichtlichen Oberfläche, einer hohen Anwenderfreundlichkeit und der Einbindung praxisrelevanter Features. Hierzu sind die drei meistgenutzten Dichtungsarten mit Kolben-, Stangen- und Flanschdichtung in das Berechnungsprogramm integriert und lassen sich durch den Konstrukteur für Spezialanwendungen sogar teilweise individuell anpassen. Neben Anwendungsart und Werkstoff finden dabei auch die wichtigsten Anforderungen der spezifischen Anwendung, wie Temperatur und Druck, Beachtung. Die Berechnungen erfolgen auf Grundlage der DIN ISO 3601-2.  Das Berechnungsprogramm steht wahlweise auf Deutsch oder Englisch zur Verfügung und arbeitet sowohl metrisch als auch zöllisch in Inch bzw. Grad Celsius oder Fahrenheit. Das neue Berechnungsprogramm ist ein frei zugänglicher Online-Service, für dessen Nutzung keine persönlichen Daten wie z.B. die E-Mail-Adresse abgefragt werden  und für den kein Account angelegt werden muss. Zum Berechnungsprogramm: https://www.cog.de/produkte/rund-um-den-o-ring/o-ring-berechnungsprogramm/

09.04.2019
Verbundtechnologie für Dichtelemente

Ein Beispiel der Verbundlösungen der Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation sind ökonomisch und ökologisch gleichermaßen vorteilhafte 2K-Gummi-Kunststoff-Direktverbundteile, die ohne Haftsysteme auskommen und zudem die Substitution von Metall durch Kunststoff ermöglichen.

Die Verbundlösungen greifen auf eine umfangreiche Palette von Werkstoffen zur Herstellung von Materialkombinationen wie Gummi-Kunststoff, Gummi-Metall oder Kunststoff-Kunststoff zurück. Diese werden mit fortschrittlichen Fertigungsverfahren in Lösungen umgesetzt: z.B. als Gehäusebauteile mit statischer Dichtfunktion oder mit rotierenden Wellen, Funktionselemente für translatorische Bewegungen, Dichtelemente mit Form-/Kraftschluss-Fixierung, formstabile Trägerplatten mit Dichtfunktion u.v.m. Die Einsatzgebiete erstrecken sich über alle Industriebereiche, von Industrie- und Automobilanwendungen über den Luft- und Raumfahrtsektor bis hin zu Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie oder der Medizintechnik.
 Durch die Kombination der spezifischen Vorteile verschiedener Werkstoffe in einem Bauteil können neue Entwicklungspotenziale realisiert werden. Dank weitgehender Designfreiheit ist z.B. die kompakte, sprich bauraum- und gewichtssparende Darstellung komplexer Produktgeometrien oder Funktionsanforderungen möglich. Dadurch ergeben sich z.T. erhebliche Kostenvorteile, z.B. bei der Montage durch Formstabilisierung der Weichkomponente bzw. Dichtgeometrie. Durch Reduktion der Teilevielfalt mittels Verbundlösungen sinken Verwaltungs-, Lagerhaltungs- und Logistikkosten, während gleichzeitig dank höherer Prozessstabilität die Qualitätskosten geringer ausfallen. Handlingsvorteile ergeben sich durch die Stabilisierung kleiner und filigraner Teile. Auch das Risiko von Montagefehlern ist bei Verbundlösungen geringer, während angebundene Dichtgeometrien zudem das Leckagepotenzial senken. Dank spezieller Fertigungsverfahren bietet Parker Prädifa fortschrittliche, langlebige und kostengünstige 2K-Gummi-Kunststoff-Direkt-Verbundlösungen an, die ohne umwelt- und gesundheitsbelastende Haftvermittler und daraus resultierende Lösemittelemissionen auskommen. Durch den Entfall der entsprechenden Prozessschritte ergeben sich Kostenvorteile. Zudem können 2K-Gummi-Kunststoff-Verbundteile in vielen Fällen auch die „klassischen“ Gummi-Metall-Lösungen ersetzen. Neben den bereits genannten Umwelt- und Kostenvorteilen schlagen hier auch der Wegfall des bei Metallen stets vorhandenen Korrosionsrisikos und das im Vergleich zu Metall geringere Gewicht von Kunststoff positiv zu Buche.

Parker Hannifin GmbH, Verbundlösungen.
Parker Hannifin GmbH, Verbundlösungen.
05.04.2019
tecnoseal druckt Dichtungen

Als erster Dichtungshersteller in Österreich ist tecnoseal in der Lage, neben gedrehten und geplotteten Dichtungen, auch Dichtungen im 3D-Druck aus Silicon herzustellen.

Bei der Schichtstärke von 30 µm erreichen die Dichtungen eine hohe Stabilität. Das Material ist temperaturbeständig bis 200 °C sowie benzin- und ölbeständig. Es können zwei verschiedene Härten von 35 und 65 Shore A gedruckt werden und auch eine Einfärbung ist möglich. Für verschiedenste Anwendungen können die gedruckten Dichtungen direkt in die Serienteile verbaut werden. Bei statischen Dichtungen in Elektronikbauteilen oder in der Leuchtenindustrie wird die Schutzklasse IP67 erreicht. Neben der Dichtungstechnik bietet tecnoseal mit diesem Verfahren auch sonstige Formteile an. Diese können dann als Prototyp, Funktionsmuster oder auch als Serienteil verbaut werden. In der anschließenden Umsetzung als Serienteil kann dies aus verschiedensten Materialien wie Viton, EPDM, NBR und Silicon ebenfalls als Formteil realisiert werden. Aber auch harte Bauteile aus Acryl können mit diesem 3D-Druck-Verfahren in kürzester Zeit hochauflösend mit einer Schichtstärke von 15 µm gedruckt werden. Dadurch wird eine sehr hohe Stabilität der Bauteile erreicht und es können selbstschneidende Schrauben eingedreht werden, ohne das Material zu sprengen. Bis M3 ist es sogar möglich, das Gewinde sowie die Schraube mit zu drucken. Kürzeste Reaktionszeiten ermöglichen Lieferungen der Bauteile innerhalb von 24h.

tecnoseal e.U., 3D-Druck.
tecnoseal e.U., 3D-Druck.
05.04.2019
Bohrungen einfach und sicher verschließen

Mit Roll2Seal®  stellt die Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation eine neue Dichtungslösung zum einfachen und sicheren Verschluss von Bohrungen bei drucklosen Anwendungen vor.

Wenn Komponenten für eine spätere Montage weiterer Baugruppen bereits mit Bohrungen versehen wurden, diese jedoch dauerhaft oder vorübergehend – z.B. während des Transports oder für Probeläufe – sicher verschlossen werden sollen, steht der Konstrukteur oft vor einem Problem: Die Bohrung soll mit einem Deckel verschlossen werden, doch der umgebende Raum reicht für eine klassische Flanschdichtung nicht aus. Fehlt eine Einführschräge von 15 bis 20°, ist eine radiale Abdichtung zum Scheitern verurteilt, da die Dichtung den Montageversuch selbst bei angefaster oder gerundeter Bohrungskante nicht unbeschadet überstehen würde: Ein Teil der Dichtung würde dabei abgeschert. Nach dem Prinzip „Rollen statt Rutschen“ wurde dieses Problem nun gelöst: Die neuartige statische Roll2Seal® -Dichtung benötigt keine Einführschräge, kein Entgraten, ist selbstsichernd und bietet sowohl vorübergehenden als auch dauerhaften Schutz vor Schmutz und Nässe. Sowohl die einmalige als auch die mehrmalige Montage und Demontage der Roll2Seal®  sind denkbar einfach und dank Immunität der Dichtung gegen ungebrochene Kanten beschädigungsfrei zu bewerkstelligen: Statt die Dichtung an der Kante zerstörend einzuklemmen, lässt man sie einfach unbeschadet über die kritische Stelle rollen. Ermöglicht wird dies durch die dreieckförmige Geometrie im Zusammenwirken mit der speziellen Kontur des Dichtungssitzes am Deckel, der aufgrund des sich umkehrenden Einpresskraftverlaufs gegen Ende des Montagevorgangs bis zu einem hörbaren Anschlag in die Bohrung hineingezogen wird. Mithilfe der Finite-Elemente-Simulation kann die Geometrie an die jeweiligen Bohrungsdurchmesser angepasst werden. Die platz- und kostensparende Dichtung wird aus geeigneten Werkstoffen entsprechend der thermischen und mechanischen Anforderungen gefertigt. Das Dichtsystem, bestehend aus Kunststoff- bzw. Metalldeckel und Dichtung, ist auf Wunsch bereits vormontiert lieferbar.

Parker Hannifin GmbH, Roll2Seal®.
Parker Hannifin GmbH, Roll2Seal®.
25.03.2019
Neue strahlenresistente Elastomerdichtungen

Die PMUC-zertifizierten Elastomerdichtungen aus EPDM mit Shore-Härte 80 wurden für nukleare Anwendungen konzipiert und können dank einer Strahlungsresistenz von bis zu 1700 kGy unter Störfallbedingungen eingesetzt werden.

Die Elastomerdichtungen E48Z11LY1700 sind für den Einsatz in semidynamischen oder statischen Anwendungen in Kernkraftwerken, und zwar in Pumpen, Industrieventilen, Kompressoren, Motoren, Stellantrieben, Schraubverbindungen, unter Druck stehenden Geräten und Materialien vorgesehen, die Strahlung ausgesetzt sind. Das Material ist nach PMUC Nr. 17-0389 (Produkte und Materialien zum Einsatz in Kernkraftwerken) zertifiziert, enthält > 200 ppm Halogen und Schwefel (gemäß GDL-Verfahren D5710/ ESD/1990/000295/001) und schützt die Primär- und Sekundärkreisläufe vor Korrosion. Die Dichtungen zeichnen sich durch ihre ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen, Stickstoff, Sauerstoff, phosphathaltige Hydraulikflüssigkeiten, polare Lösungsmittel (Wasser, Alkohol, Glykole und Ketone), Dampf und Reinigungsmittel aus. Sie eignen sich auch für den medizinischen Bereich (Bildgebung/Röntgen), Instrumente (Strahlungsschutz) und persönliche Schutzausrüstungen und können innerhalb einer breiten Temperaturspanne von -40 °C bis +140 °C in Wasser oder überhitztem Wasser (über einen längeren Zeitraum hinweg) und bei 170 °C in Wasserdampf (bis zu 24 h lang) eingesetzt werden. Nach einer siebzigstündigen Komprimierung bei 100 °C beträgt der Druckverformungsrest nur 15%. Sie sind in verschiedenen Größen und Versionen als O-Ringe, Dichtungen, geformte und gedrehte Dichtungen, Balgdichtungen, Dichtungsscheiben und V-Ringe erhältlich. Andere Formen sind auf Anfrage lieferbar.

Latty International S. A., PMUC-Dichtung für nukleare Anwendungen.
Latty International S. A., PMUC-Dichtung für nukleare Anwendungen.
14.03.2019
Risikofaktor: Falsche Montage von Flanschdichtungen

Nach einer Umfrage des VTH Verband Technischer Handel e.V. lassen sich 90% aller Probleme mit Flanschdichtungen vermeiden, wenn Fachleute die Montage übernehmen.

Ohne die dichte Verbindung von zwei Rohren bzw. Armaturen durch Flansche können viele technische Anlagen und Apparate nicht funktionieren. Zudem drohen bei Leckagen Risiken für die Gesundheit oder die Umwelt. Deshalb fordert der VTH - Verband Technischer Handel e.V. - , die Montagearbeiten stets Fachleuten zu überlassen. VTH-Umfragen zufolge ist in neun von zehn Fällen eine fehlerhafte oder unzureichende Montage der Flachdichtungen der Grund für Probleme mit Flanschdichtungen. Eine fachgerechte Montage ist entscheidend für die Funktion einer Dichtung, da sie die Lebensdauer, Standfestigkeit und Leckage-Rate einer Dichtung maßgeblich beeinflusst. In der Theorie ist der Einbau einer Flachdichtung relativ einfach. In der Praxis wird aber manchmal `geschludert`, etwa wenn gebrauchte Schrauben und Dichtungen wiederverwendet werden oder Billigware eingesetzt wird. Der Preis einer hochwertigen Dichtung ist im Vergleich zu den Kosten einer Betriebsunterbrechung und im Hinblick auf Sicherheitsaspekte unbedeutend. Wichtige Einflussgrößen für die Wahl der richtigen Dichtung sind neben der Qualität u.a. das Medium, das durch die Leitung befördert wird, die Temperatur, der Druck sowie Flansch, Schraube und Prozessführung. In Abhängigkeit von den Belastungen, denen die Dichtstelle ausgesetzt ist, muss eine regelmäßige und gründliche Wartung selbstverständlich sein. Nur ein fachmännischer Blick kann über einfache Diagnosen wie selbstgelöste Schrauben hinaus auch Korrosion, Spannungsrisse und Materialermüdung verlässlich erkennen und bewerten. Moderne Industriedienstleister wie die Technischen Händler sind bei der Materialauswahl, der Montage-Organisation und auch beim Erstellen der Wartungspläne behilflich. Durch ihre Einbindung werden Kosten vermieden, die defekte Dichtungen mit sich bringen: verringerter Wirkungsgrad von Anlagen, Ausfall- und Reparaturkosten (Arbeitsaufwand, Materialkosten), Energieverschwendung, Beseitigung von Umweltschäden, Folgekosten von Arbeitsunfällen und andere. Montagetipps und eine Infografik finden sich unter <Link: www.vth-verband.de/flanschdichtungen.

VTH, Flanschdichtungen.
VTH, Flanschdichtungen.
14.02.2019
Nachhaltigkeit im Fokus

Auf der Hannover Messe zeigt Pöppelmann KAPSTO® u.a. Universal-Schutzelemente aus 100% Recyclingkunststoff sowie neue Normreihen mit materialsparenden Artikeln.

Unter der Initiative PÖPPELMANN blue®  bündelt man unternehmensweit zahlreiche Projekte, die sich für eine durchgängige Kreislaufwirtschaft engagieren. Ein wichtiger Bestandteil dieser Nachhaltigkeitsstrategie ist die Verwendung von Recyclingmaterial. So gibt es die bewährten Normreihen GPN 608 und GPN 610 jetzt auch aus 100% Rezyklat. Bei GPN 610 handelt es sich um ein als Kappe oder Stopfen universell einsetzbares Schutzelement, das Innengewinde, Bohrungen, Außengewinde und mehr in verschiedenen Durchmessern von 4,4 bis 84,5 mm abdeckt. Mit dem konisch geformten Kunststoff-Schutz lassen sich darüber hinaus Toleranzen überbrücken. Daneben ist der Kegelverschluss GPN 608 mit Lasche nun ebenfalls in Recyclingausführung erhältlich. Beide Normreihen sind ab Lager verfügbar und überzeugen durch identische mechanische und physikalische Eigenschaften im Vergleich zu den bestehenden Normreihen. Daneben werden zwei neue Normreihen gezeigt: Der ECO-Universalschutz GPN 400 aus Polystyrol (PS) sowie der ECO-Griffstopfen GPN 480 aus Polystyrol mit seitlicher Grifflasche für eine schnelle Demontage. Zusätzlich stehen die neuen Artikel auch aus Polyethylenterephthalat (PET) als GPN 401 und GPN 481 zum Verkauf. Die neuen Normreihen bieten eine sichere Klemmung für Bereiche zwischen 57 und 130 mm. Damit lassen sie sich für einen großen Anwendungsbereich einsetzen. Die Artikel werden im besonders materialsparenden Thermoformenverfahren produziert, sodass der Materialeinsatz um bis zu 70% gesenkt werden kann. Ihr stapelbares Design sorgt für bis zu 75% weniger Transport- und Lagervolumen.

Hannover Messe: Halle 4, Stand F10 und Halle 21, Stand B13

Pöppelmann GmbH & Co. KG, Nachhaltigkeitsstrategie.
Pöppelmann GmbH & Co. KG, Nachhaltigkeitsstrategie.
07.02.2019
Möller nach Druckgeräterichtlinie zertifiziert

Als erster Dichtungshersteller ist die Möller-Metalldichtungen GmbH ach den Anforderungen der Richtlinie 2014/68/EU Druckgeräterichtlinie Anhang 1, Abschnitt 4.3, zertifiziert.

Die TÜV SÜD Industrie Service GmbH hat das Unternehmen als ersten Dichtungshersteller in Deutschland im Sinne der DGRL überprüft und bescheinigt dem QM-System und den Metall- und Metall-Weichstoffdichtungen die Erfüllung der Anforderungen der Druckgeräterichtlinie. Dichtungen oder Dichtringe sind eines der wichtigsten drucktragenden Teile. Ihr Versagen kann zu plötzlichem Freiwerden von Druckenergie führen. Da Dichtungen und Dichtringe eine Wandung zwischen drucktragendem Innenraum und der Umwelt bilden, sind diese entscheidend für die Integrität des Druckgerätes oder der Baugruppe. Entsprechend der harmonisierten DIN EN 764-5 muss der Hersteller dem Besteller ein Prüfzertifikat nach DIN EN 10204 oder ISO 10474 vorlegen. Hierbei handelt es sich um Abnahmezeugnisse „3.1“ oder „3.2“. Ist der Hersteller zertifiziert, bescheinigt er nach der DGRL mit Abnahmeprüfzeugnis „3.1“. Hersteller ohne diese Zertifizierung müssen mit Abnahmeprüfzeugnis „3.2“ die Güteeigenschaften über die direkte Materialprüfung im Beisein eines Beauftragten des Herstellers oder, wenn erforderlich, eines amtlich erforderlichen Beauftragten nachweisen. Es ist bei Möller Standard, dass mit der Rückverfolgbarkeit des Werkstoffes eine Werkstoffverwechslung ausgeschlossen wird. Deshalb sind alle Metall- und Metall-Weichstoffdichtungen des Unternehmens gekennzeichnet. Somit ist man in der Lage, eine lückenlose Rückverfolgbarbeit der Werkstoffe zu dokumentieren.

Möller Metalldichtungen GmbH, Zertifikat Druckgeräterichtlinie.
Möller Metalldichtungen GmbH, Zertifikat Druckgeräterichtlinie.
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