Die DIN 2304 wird Standard

Dienstleistungen rund um die DIN 2304 decken einen aktuellen Bedarf ab (Bild: Klebnorm Consulting GmbH)

04.12.2018 Die DIN 2304 wird Standard

Eine Norm wie die DIN 2304 ist kein Gesetz. Dass Hersteller, die in ihrer Fertigung kleben, meinen, diese Anwendernorm beträfe sie nicht, wird sich aus Sicht der Klebnorm Consulting GmbH als Irrtum erweisen. Darüber hinaus versperrt diese Wahrnehmung der Norm den Blick auf die Chancen.

Die aktuelle Ausgangslage ist klar: Das Kleben funktioniert in der Praxis oft nicht so, wie es sollte. Das vorhandene Potenzial der Technologie wird nicht ausgeschöpft. Das Hauptproblem sind Verarbeitungsfehler und damit – neben den Prozessen – letztlich der Mensch. Er ist meistens nicht ausreichend für die anspruchsvolle Anwendung von Klebstoffen qualifiziert. Und hier setzt die Anwendernorm DIN 2304 an. Mit ihr sollen Klebprozesse verbessert und reproduzierbar gemacht werden. Das Fachpersonal wird auf drei Ebenen qualifiziert und trägt so dazu bei, dass mehr Klebstoffanwendungen dauerhaft funktionieren.

Die Kernelemente der DIN 2304 sind:
1. Klassifizierung der Klebungen nach Sicherheitsanforderungen, inkl. Folgeabschätzung im Versagensfall der jeweiligen Klebung
2. Die Ausbildung des Klebaufsichtspersonals (KAP)
3. Nachweisführung
 
Und man kann es nicht oft genug sagen: Die normgerechte Erfüllung der Kernelemente ist ausschließlich Aufgabe des Anwenders, nicht des Klebstoffherstellers. Dies gilt auch für die Nachweisführung. Damit sind alle Unternehmen in Industrie, Handwerk, Gewerbe, Wartung & Instandhaltung betroffen, die konstruktive Klebungen (lastübertragende Klebverbindungen) ausführen. Die Norm ist zwar kein Gesetz, kann aber auf Verlangen des Auftraggebers durchaus Verbindlichkeit erlangen und Normen wie die DIN 2304 werden auch im Falle eines Rechtsstreites (z.B. im Schadensfall) gerne herangezogen.


Wie lässt sich die DIN 2304 ressourcenschonend im Unternehmen implementieren? Hier setzen Beratungsansatz und Dienstleistungen der Klebnorm Consulting GmbH an. Entscheidend sind dabei – neben der bewährten Methodik – Erfahrung, Know-how und der professionelle Blick von außen. Hier bekommen die Kunden ein „rundum- sorglos-Paket“ – von der Ist-Analyse, über die Unterstützung zur schnellen Qualifikation der Mitarbeiter bis hin zur Anmeldung beim zertifizierenden Unternehmen.
 
Die externe Begleitung beginnt mit der Auswahl der relevanten Normen sowie der Definition der Sicherheitseinstufung für die jeweilige Verklebung. Daraus lässt sich ableiten, was zu tun ist. Es folgt vor Ort eine Analyse der bestehenden Gegebenheiten wie Räumlichkeiten, Infrastruktur, den eingesetzten Klebstoffen, Verarbeitungsgeräten und -hilfsmitteln und der bisherigen prozessbegleitenden Dokumentation entlang des Materialflusses. Im nächsten Schritt wird – von der Soll-Situation kommend – der Handlungsbedarf erarbeitet. Hier gibt es dann einen Aktionsplan. Gleiches gilt für den Kenntnisstand der mit den Klebungen betrauten Mitarbeiter und Vorlagen für die notwendigen QM-Dokumente. Auf Wunsch wird auch ein Voraudit durchgeführt. Am Ende steht letztendlich die Zertifizierung durch ein neutrales Institut. Und steht kurzfristig nicht ausreichend Personal zur Verfügung, wird z.B. Klebaufsichtspersonal für KMU in Kooperation mit Personaldienstleistern kurzzeitig bzw. dauerhaft bereitgestellt. Mit dieser Vorgehens-weise lassen sich in vielen Unternehmen schnell und effizient Wettbewerbsvorteile generieren, die bisher brach lagen. Die Norm nicht als Zwang, sondern als Chance zu verstehen, eröffnet dabei ganz neue Perspektiven und macht Unternehmen fit für diese „Zukunftstechnologie“.

Weitere Informationen zu diesem Thema: Das Interview mit den Unternehmensgründern