Originalmaterial erschließt Potenziale für die Additive Fertigung

Der Freeformer 300-3X verfügt über drei Austragseinheiten. Damit lassen sich z. B. komplexe und belastbare Funktionsbauteile aus TPE und in Hart-Weich-Verbindung herstellen (Bild: ARBURG)

10.02.2021 Originalmaterial erschließt Potenziale für die Additive Fertigung

Dichtungen und Funktionsbauteile aus Weichmaterialien drucken

von Lukas Pawelczyk (ARBURG GmbH + Co KG)

Designfreiheit, weniger Gewicht und Material, Individualität, hohe Effizienz: Für innovative Anwendungen, z.B. in der Automobilindustrie oder im Leichtbau, ist die Additive Fertigung unverzichtbar – insbesondere dann, wenn dieselben Kunststoffgranulate verwendet werden können, wie für das konventionelle Spritzgießen.

Mit jahrzehntelangem Know-how aus der Kunststoffverarbeitung stehen mit Freeformern der Baugrößen 200-3X und 300-3X (Bild 1) bewährte Systeme für die Additive Fertigung zur Verfügung. Das AKF-Verfahren (Arburg Kunststoff-Freiformen) bietet dabei als „offenes System“ Materialfreiheit. Die Anwender können ihre eigenen Kunststoffe verarbeiten und die Prozessführung selbst optimieren oder auf die Materialdatenbank von Arburg zugreifen. Qualifiziert sind z.B. ABS, amorphes PA und PC, teilkristallines PP, elastisches TPE sowie spezielle Originalmaterialien. Mithilfe von Stützmaterial, das nach dem Freiformen ausgewaschen wird, lassen sich auch Hinterschnitte und komplexe Geometrien erzielen.