Flanschdichtungen in Tanklagern

Langjährig bewährte Flachdichtungen im Tanklager: KLINGERSIL C-4400 mit Innenbördel aus 1.4571 (Bild: Klinger GmbH)

12.10.2020 Flanschdichtungen in Tanklagern

Auf Dauer technisch dicht – gestern, heute und in Zukunft

von Wolfgang Abt (Klinger GmbH), Norbert Weimer (Klinger GmbH)

Die Lebensdauer von Dichtungen ist immer wieder ein Thema in vielen Anlagen. Vor diesem Hintergrund sind Langzeiterfahrungen, hier unter der Berücksichtigung der Randbedingungen des Einsatzes von Flachdichtungen in Tanklagern, interessant. Dabei sind auch die Definition der technischen Dichtheit sowie die Anforderungen der technischen Regelwerke im Wandel der Zeit zu betrachten – ebenso wie die Betriebserfahrungen mit verwendeten Flachdichtungen.

Um die Versorgung mit Ottokraftstoffen, Dieselkraftstoffen und Heizöl sowie mit deren Mischkomponenten und Kohlenwasserstoffen in Deutschland zu sichern, gibt es in allen Regionen Tanklager (Bild 1), die eine sinnvolle Nähe zu den Verbrauchern haben und für die weitere Verteilung der Produkte eingerichtet sind (LAU-Anlagen – Lagern, Abfüllen, Umschlagen). Laut dem Unabhängigen Tanklagerverband e. V. verfügen die Tanklager in Deutschland insgesamt über eine Lagerkapazität von rd. 12,5 Mio. m3 Tankraum, verteilt auf über 100 Standorte. Dabei handelt es sich um „raffinerieferne Tanklager“. Tanklager innerhalb der Raffinerien (HBV-Anlagen) und Rohöl-Pipeline-Lager sowie Kavernen sind darin nicht enthalten. Üblicherweise werden diese raffineriefernen Tanklager von unterschiedlichen Betreibern gewerblich bewirtschaftet und die Nutzer, z.B. die bekannten Mineralölfirmen, mieten diese Tankkapazitäten ihrem Bedarf entsprechend an.

Auf Dauer technisch dicht – gestern

Die technischen und logistischen Anforderungen an Tanklager hinsichtlich ihrer Sicherheit sind naturgemäß hoch, um eine Verschmutzung von Boden, Wasser und Luft zu verhindern. In der Vergangenheit wurden daher die Gesetze/Verordnungen – mit den Technischen Regeln für brennbare Flüssigkeiten (GPSG/Betr.Sich.V/VbF/TRbF-20) sowie den Technischen Regeln für wassergefährdender Stoffe (WHG/VAwS/TRwS-780) – als technische Grundlage herangezogen, um für die Dichtungsauswahl bestimmte Maßstäbe zu definieren.