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Erfolgreiches Dosieren basiert auf einem vertieften Verständnis

Plasmavorbehandlung piezobrush® PZ3 vor dem Verguss (Bild: relyon plasma GmbH)

24.11.2021 Erfolgreiches Dosieren basiert auf einem vertieften Verständnis

Aktuelle Trends und Entwicklungen bei Flüssigdichtsystemen und Verguss

von Dr. Eva Brandes (relyon plasma GmbH )

Viele Produkte können nur durch die Anwendung von Dicht- und Vergussmaterialien langfristig zuverlässig funktionieren. Haftungsprobleme, die durch schlecht benetzbare Materialien oder durch prozessbedingte Verunreinigungen entstehen, sind hierbei ein wesentliches Problem.

Insbesondere Kunststoffe haben oft eine niederenergetische Oberfläche, sodass beim Verguss ohne eine Vorbehandlung keine ausreichende Haftung erzielt werden kann. Dies kann zu Undichtigkeiten führen. Kaltes Atmosphärendruckplasma wird deshalb häufig zur Vorbehandlung eingesetzt. Plasma ist ein ionisiertes Gas, das Oberflächen durch Einbringen von funktionellen Gruppen modifiziert. Die so erhöhte Benetzbarkeit führt dann dazu, dass z.B. Flüssigdichtmassen gut auf der Oberfläche spreiten. Damit dieser Prozess gut funktioniert, ist eine gute Abstimmung aller Prozessstufen nötig. So sollte die Plasmabehandlung erst kurz vor der Aufbringung des Dichtmaterials erfolgen, um eine optimale Haftung zu erzielen. In automatisierten Prozessen ist es möglich, den Plasma- und den Dispensing-Prozess direkt zu koppeln, indem beide Systeme an nur einem Roboter montiert werden. Hierfür eignet sich z.B. unser piezobrush® PZ3-i, der Anfang 2022 auf den Markt kommt. Dieses Plasmasystem basiert auf der PDD®-Technologie, die eine sehr kompakte und leichte Bauform ohne Hochspannungskabel ermöglicht. Da die Plasmatemperatur unter 50 °C liegt, ist zudem das Risiko einer Überbehandlung minimal. Durch die externe Steuerung sowie Fehlermanagement kann damit die Qualität des Dichtprozesses deutlich erhöht werden.