Dichtungen gezielt aufwerten

Farbige Dichtungen lassen sich nach Lieferanten oder Anwendungen unterscheiden. (Bild: OVE Plasmatec GmbH)

27.11.2017 Dichtungen gezielt aufwerten

Beschichtungen machen aus Dichtungen leistungsstarke und funktionssichere Premiumprodukte

von Heiko Friedrich (OVE Plasmatec GmbH)

Mit Beschichtungen lassen sich Dichtungen in vielfacher Hinsicht – entsprechend der jeweiligen Anforderung – aufwerten. Das passiert zwar millionenfach, allerdings werden die Möglichkeiten noch nicht konsequent genutzt und auch bei der Weiterentwicklung von Dichtungen können Beschichtungen eine Rolle spielen.

Wer früher im Auto das Handschuhfach geöffnet hat, kennt es noch: Mit einem Krachen rauscht es samt Inhalt nach unten, gehalten nur von zwei Bändern. Genauso der Haltegriff am Dachhimmel: Hat man ihn losgelassen, ist er mit einem lauten Klack in die Ruhestellung zurückgeschnappt. Zu Hause in der Küche oder im Wohnzimmer war es das Gleiche: Schubladen und Schranktüren schlossen mit lautem Knall, ungebremst. Mit heutigem Komfortverständnis ist das nicht mehr vereinbar. Kein Auto- oder Möbelhersteller würde sich mit solcher Technik auf den Markt wagen. Das Handschuhfach gleitet heute sanft nach unten, der Haltegriff wird gebremst und geräuschlos in die Ursprungsstellung zurückgeführt, Schubladen und Schranktüren gleiten behutsam und lautlos in die jeweilige Endposition.

Verantwortlich dafür sind meist Öldämpfer, deren Kolben mit leistungsfähigen Dichtungen versorgt sind. Dass diese Dichtungen ihre Arbeit zuverlässig und geräuschlos verrichten können, hat einen besonderen Grund: Ihre Oberflächen sind veredelt. Sie sind gereinigt und beschichtet. Immer mehr setzt sich diese Nachbehandlung produzierter Dichtungen durch, nicht nur in Autos und Möbeln. In unzähligen weiteren Anwendungen, Bereichen und Branchen kommen beschichtete Dichtungen zum Einsatz. Aber ist dieser zusätzliche Veredelungsschritt auch wirklich notwendig und sinnvoll?