Verbundtechnologie für Dichtelemente

Moderne Verbundlösungen (Bild: Parker Hannifin GmbH)

08.04.2019 Verbundtechnologie für Dichtelemente

Ein Beispiel der Verbundlösungen der Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation sind ökonomisch und ökologisch gleichermaßen vorteilhafte 2K-Gummi-Kunststoff-Direktverbundteile, die ohne Haftsysteme auskommen und zudem die Substitution von Metall durch Kunststoff ermöglichen.

Die Verbundlösungen greifen auf eine umfangreiche Palette von Werkstoffen zur Herstellung von Materialkombinationen wie Gummi-Kunststoff, Gummi-Metall oder Kunststoff-Kunststoff zurück. Diese werden mit fortschrittlichen Fertigungsverfahren in Lösungen umgesetzt: z.B. als Gehäusebauteile mit statischer Dichtfunktion oder mit rotierenden Wellen, Funktionselemente für translatorische Bewegungen, Dichtelemente mit Form-/Kraftschluss-Fixierung, formstabile Trägerplatten mit Dichtfunktion u.v.m. Die Einsatzgebiete erstrecken sich über alle Industriebereiche, von Industrie- und Automobilanwendungen über den Luft- und Raumfahrtsektor bis hin zu Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie oder der Medizintechnik.Durch die Kombination der spezifischen Vorteile verschiedener Werkstoffe in einem Bauteil können neue Entwicklungspotenziale realisiert werden. Dank weitgehender Designfreiheit ist z.B. die kompakte, sprich bauraum- und gewichtssparende Darstellung komplexer Produktgeometrien oder Funktionsanforderungen möglich.

Dadurch ergeben sich z.T. erhebliche Kostenvorteile, z.B. bei der Montage durch Formstabilisierung der Weichkomponente bzw. Dichtgeometrie. Durch Reduktion der Teilevielfalt mittels Verbundlösungen sinken Verwaltungs-, Lagerhaltungs- und Logistikkosten, während gleichzeitig dank höherer Prozessstabilität die Qualitätskosten geringer ausfallen. Handlingsvorteile ergeben sich durch die Stabilisierung kleiner und filigraner Teile. Auch das Risiko von Montagefehlern ist bei Verbundlösungen geringer, während angebundene Dichtgeometrien zudem das Leckagepotenzial senken.

Dank spezieller Fertigungsverfahren bietet Parker Prädifa fortschrittliche, langlebige und kostengünstige 2K-Gummi-Kunststoff-Direkt-Verbundlösungen an, die ohne umwelt- und gesundheitsbelastende Haftvermittler und daraus resultierende Lösemittelemissionen auskommen. Durch den Entfall der entsprechenden Prozessschritte ergeben sich Kostenvorteile. Zudem können 2K-Gummi-Kunststoff-Verbundteile in vielen Fällen auch die „klassischen“ Gummi-Metall-Lösungen ersetzen. Neben den bereits genannten Umwelt- und Kostenvorteilen schlagen hier auch der Wegfall des bei Metallen stets vorhandenen Korrosionsrisikos und das im Vergleich zu Metall geringere Gewicht von Kunststoff positiv zu Buche.