Rentable kundenspezifische Dichtungen

Dichtungen einfacher bestellen (Bild: Fluggz bv)

14.12.2018 Rentable kundenspezifische Dichtungen

Ein vom Start-up Fluggz entwickeltes Software-Tool schickt sich an, die Bestellprozesse für Dichtungen effizienter zu machen. Aktuell läuft der Testbetrieb mit Kunden in den Niederlanden und Deutschland.

Jeder, der spezielle Flachdichtungen benötigt, kennt das Problem: Aufwand und Kosten in der Beschaffung sind höher als der Gesamtwert der Dichtung. Noch schlimmer kann es für den Hersteller werden: Für einen geringen Umsatz müssen diese Produkte gesondert angefertigt werden. Dieses Problem betrifft hauptsächlich den Maschinenbau und die MRO-Industrie.  Hier bietet Fluggz Abhilfe: Das Software-Tool besteht aus einem Konfigurator, mit dem der Endkunde selbst seine Dichtungen zeichnet und diese damit sofort digitalisiert. Auf der Grundlage technischer Eigenschaften und Filteroptionen wählt er ein Material aus der Datenbank. Nachdem das Produkt konfiguriert wurde und der Kunde die benötigte Menge angegeben hat, sieht er sofort den Preis der Bestellung und kann diese ordern. Dieser gesamte Vorgang dauert weniger als eine Minute. Das Besondere an Fluggz ist, dass auch DXF-Dateien hochgeladen und analysiert werden können. Dadurch kann jede gewünschte Form hergestellt werden. Vom Kunden online erstellte Zeichnungen stehen dem Hersteller als DXF zur Verfügung und können direkt in die Maschine eingelesen werden. Das Tool automatisiert fast den gesamten Prozess von der Anfrage bis zur Rechnungsstellung.

Das Tool bietet sowohl für den Hersteller als auch für den Endkunden viele Möglichkeiten. So kann ein Kunde seine Designs speichern und zuvor bestellte Produkte erneut bestellen, eventuell sogar in einem anderen Material. Es verfügt außerdem über Integrationen mit verschiedenen Paketdiensten, sodass automatisch ein Versandetikett und ein Track & Trace-Code generiert werden. Jedes Tool ist standardmäßig mit einem Stripe-Account verknüpft, sodass Online-Zahlungen auch gleich ermöglicht werden.

Ein Beispiel dafür, wie Fluggz die Arbeit für seine Kunden minimiert, ist die Art und Weise, wie Materialien angeboten werden: So stehen rd. 7.000 Dichtungsmaterialien in einer Datenbank zur Verfügung. Dazu wurden Fotos gemacht, technische Daten klassifiziert und Datenblätter gesammelt. Wenn ein Hersteller mit Fluggz beginnen möchte, muss er nur prüfen, welche Materialien er anbieten möchte, und diese sind sofort in seinem eigenen Fluggz-Shop erhältlich.

Herstellern stehen einsatzfertige, individualisierte Shops in der Cloud zur Verfügung. Mit Farbanpassungen und dem Hochladen des eigenen Logos lässt sich das Tool individualisieren. Als Software-as-a-Service-Modell (SaaS) fallen nur bei Bestellungen Provisionen an.

Ziel ist es, auf dem Marktplatz die Produkte verschiedener Hersteller zu zeigen. Im Fokus des Systems steht weniger das Neukundengeschäft, sondern die Kostensenkung bei Bestellprozessen. Fluggz geht im Dezember mit Testkunden in den Niederlanden und in Deutschland online.