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Polymerisation mit fluorfreien Emulgatoren

PFAS

05.07.2022 Polymerisation mit fluorfreien Emulgatoren

Vor dem Hintergrund der Debatte um die Regulierung von PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) erreichen die Hersteller von Fluorkunststoffen nach Informationen von pro-K einen Meilenstein: Die Polymerisation mit fluorfreien Emulgatoren ist möglich.

Die mit der PFAS-Regulierung beauftragten Behörden aus den Niederlanden, Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen und die European Chemical Agency (ECHA) haben zwei zentrale Punkte identifiziert, die bei der Neuregulierung von Fluorpolymeren, einer Untergruppe von PFAS, besonders wichtig sind: Der Einsatz von niedermolekularen, fluorhaltigen Polymerisations-Zusatzstoffen und deren Verbleib nach Erfüllung der Funktion, sowie die Frage, ob Fluorpolymere zu weiteren Emissionen fluorhaltiger Produkte in die Umwelt beitragen, wenn sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben.

Gujarat Fluorochemicals Limited (GFL) hat jetzt bekannt gegeben, dass ein wesentlicher Entwicklungssprung beim Ersatz von PFAS-Polymerisations-Zusatzstoffen gelungen ist. Bisher war man davon ausgegangen, dass fluorierte Emulgatoren für die Herstellung von PTFE nach dem Emulsionsverfahren (E-PTFE) zwingend erforderlich seien. Die PTFE-Polymerisation mit fluorfreien Emulgatoren ist eigentlich nichts wirklich Neues und geht auf Prinzipien zurück, die in der Fachliteratur schon vor längerer Zeit beschrieben wurden. GFL hat das Verfahren erneut aufgegriffen und durch die Auswahl des "richtigen" Emulgators das Problem lösen können. Inzwischen ist die Patentanmeldung in vielen Ländern erfolgt und in Indien hat die Anmeldung bereits zur Patenterteilung geführt. Diese Entwicklung bezieht verschiedene Polymerisationszuschlagstoffe mit ein, die nach Auskunft durch GFL weder Persistenz, Bioakkumulation, Toxizität oder Mobilität aufweisen.

Der Einsatz dieser Polymerisationshilfsstoffe führt nicht zu einer messbaren Bildung von Oligomeren oder anderen unerwünschten, fluorierten Beiprodukten durch die Standard-Analyseverfahren. GFL weist außerdem darauf hin, dass die nach diesem neuen Verfahren hergestellten Polymere die Anforderungen des “Polymer of Low Concern” erfüllen. Die Polymereigenschaften sind zudem denen von Polymeren vergleichbar, die mittels fluorierter Polymerisationshilfsstoffe hergestellt wurden.

GFL hat die Absicht angekündigt, im zweiten Quartal 2022 mit der Produktion von wässrigen PTFE-Dispersionen unter Verwendung der nicht-fluorierten Emulgatortechnologie zu beginnen. Im Laufe des Jahres 2022 ist dann die vollständige Umstellung der wässrigen PTFE-Dispersionen auf fluorfreie Emulgatortechnologie vorgesehen. Nachdem nun der erste Meilenstein durch die bahnbrechende Erfindung einer neuen Polymerisationstechnik von GFL erreicht wurde, geht es nun mit Nachdruck darum, die Kreislaufwirtschaft auch bei Fluorpolymeren und ihren Anwendungen zu schließen.

Lösungspartner

pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.
pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.

 

Zielgruppen

Einkauf, Instandhaltung, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung, Unternehmensleitung, Vertrieb