Neue Wasserstoff-Dichtungswerkstoffreihe

Die Dichtungen kommen bereits in verschiedenen anspruchsvollen Projekten kundenspezifisch angepasst zum Einsatz (Bild: COG)

04.10.2021 Neue Wasserstoff-Dichtungswerkstoffreihe

Mit H2 Seal bietet C. Otto Gehrckens Lösungen für H2-Anwendungen und erweitert sein Portfolio gezielt um Elastomerdichtungen für diese Zukunftstechnologie.

Wasserstoff bietet ein enormes Potenzial als klimafreundlicher Energieträger. Weltweit forschen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft mit Hochdruck auf dem Feld der Wasserstoff-Technologie und seiner praktischen Anwendung. Dafür bringt COG die neue Dichtungswerkstoffreihe H2 Seal an den Start und präsentiert zwei Werkstoffe – einen blauen FKM- und einen blauen EPDM-Compound, die speziell für Anwendungen mit Wasserstoff konzipiert worden sind. Beide Werkstoffe sind das Ergebnis intensiver Entwicklungsarbeit und haben ihre Eignung für den Einsatz in der Wasserstoff-Technologie bei externen Prüfungen der Wasserstoffpermeabilität (Gasdurchlässigkeit) durch ein unabhängiges Labor unter Beweis gestellt. Da das farb- und geruchlose Gas H2 extrem entzündlich und die Erzeugung von molekularem Wasserstoff kompliziert und teuer ist, muss eine Verflüchtigung aus Sicherheits- wie Kostengründen unbedingt vermieden werden. Im Fokus der aufwändigen Testreihe steht deshalb die Vermessung der Wasserstoffpermeabilität durch ein Druckanstiegsverfahren in Anlehnung an DIN 53380.

Der FKM-Werkstoff Vi 208 mit einer Härte von 80 Shore A überzeugt im Test mit einem sehr guten Wasserstoff-Permeationskoeffizienten von nur 281 Ncm3 mm m-2 Tag-1 bar-1 im Mittelwert und weist damit eine H2-Dichtigkeit auf, die weit über dem liegt, was von FKM-Compounds im Normalfall erwartet werden kann. Eine hohe chemische Beständigkeit und ein breiter Einsatztemperaturbereich von -10 bis +200 °C runden das Werkstoffprofil ab.

Auch die EPDM-Neuentwicklung AP 208 hat beim H2-Permeationstest mit für EPDM überzeugenden Werten abgeschnitten (Wasserstoff-Permeationskoeffizient: 1317 Ncm3 mm m-2 Tag-1 bar-1) und bietet mit einem Druckverformungsrest von <15% und einer möglichen Einsatztemperatur von bis zu -45 °C ein umfangreiches Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten in den verschiedenen Bereichen.