Hygienic Design vom Prototyping bis zur fertigen Lösung

Lösungen Für die Getränkeindustrie (Bild: Trelleborg Sealing Solutions)

02.05.2019 Hygienic Design vom Prototyping bis zur fertigen Lösung

Als Partner für spezifische Anwendungen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie liefert Trelleborg Sealing Solutions die gesamte Bandbreite an Dichtungssystemen und Werkstoffen, die von Standardlösungen bis hin zu komplexen kundenspezifischen Formteilen reichen.

Abfüllanlagen, Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen der Getränke- und Lebensmittelindustrie bestehen aus zahlreichen Komponenten und Installationen, entsprechend arbeitsintensiv sind die Reinigungsprozesse. Das stellt Anlagenbetreiber vor zwei zentrale Herausforderungen: Zum einen gilt es, die Sicherheit der Nahrungsmittel zu gewährleisten und sie vor Verunreinigung oder Mikroorganismen zu schützen. Zum anderen sollten die Maßnahmen nicht mit allzu viel Aufwand verbunden sein, um die Produktionskosten niedrig zu halten. Mit dem Hygienic Design lassen sich beide Herausforderungen meistern. Wenn Anlagen nach diesem Prinzip konzipiert sind, können nicht nur Reinigungsabläufe vereinfacht werden, sondern auch die Reinigungszeiten verkürzen sich signifikant. Stillstandszeiten verringern sich, Hygienestandards werden erfüllt und die Lebensmittelsicherheit ist garantiert.

Trelleborg Sealing Solutions verfolgt hier einen ganzheitlichen Ansatz: Mit Hygienic Design deckt man nicht nur die geeignete Werkstoffauswahl ab, sondern auch die Designentwicklung der Formteile. Hier nutzt man die Finite-Elemente-Analyse (FEA), um das Verhalten von Formteilen unter Einbau- und Anwendungsbedingungen zu simulieren. So lässt sich bereits vor der Prototypenfertigung die Funktion der Dichtung verbessern. Egal ob sie aus Elastomeren, Thermoplasten oder Verbundwerkstoffen besteht, Trelleborg integriert Formteile individuell in Anlagen und stimmt sie auf Anforderungen wie Leistung, Geometrie oder Kosten ab.

Generell sind Reinigungen bei Anlagen notwendig, insbesondere bei häufigem Wechsel von Getränken oder flüssigen Nahrungsmitteln. Für den Dichtungsbereich bedeutet dies zum Beispiel, poröse oder verkratzte Oberflächen zu vermeiden, in die Mikroorganismen eindringen können. Die eingedrungenen Nahrungsmittel können die Keimzelle für Bakterien sein, die sich selbst durch mehrere Reinigungsprozesse nicht mehr entfernen lassen.

Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wurde der Perfluorelastomer-Werkstoff Isolast (J9538 und J9516) entwickelt. Doch nicht nur das richtige Material, sondern auch das Design einer Dichtung muss passgenau und hochwertig sein, damit es den Hygienic-Design-Richtlinien entspricht. Mit Variseal HiClean und Variseal UltraClean wurden Dichtungsdesigns entwickelt, die in Abfüllanlagen der Getränke- und Lebensmittelindustrie sowie in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt werden. Die PTFE-basierten (Polytetrafluorethylen) Dichtungen zeichnen sich durch geringe Porosität, hohe Druckverträglichkeit und geringe Reibung aus. Sie sind sowohl gegen Lebensmittelinhaltsstoffe als auch gegen aggressive Reinigungsmittel resistent. Bei der Variseal HiClean-Variante ist die Edelstahlfeder, die die Dichtung hält, mit Silikon ummantelt. Dadurch werden Reinigung und Sterilisation erleichtert und das Kontaminationsrisiko wird gesenkt.

Erfüllt werden die zentralen Regularien der internationalen Lebensmittelindustrie, die durch ISO, EU, DIN, FDA oder EHEDG, der European Hygienic Engineering and Design Group, vorgegeben sind. Als einer der ersten europäischen Dichtungshersteller bietet man auch Werkstoffe an, die für den chinesischen Markt verwendet werden können, da sie konform mit der GB 9685 sind.