Aktuell läuft unsere Umfrage

"Das bewegt den

Kleben.Markt 2022"

Jetzt teilnehmen

Preise und Verfügbarkeitsprobleme bremsen, Entwicklungen sorgen für Dynamik

Werkstoffsubstitutionen gibt es in allen Bereichen – bei Fugendichtungen ist EPDM die Alternative zu PE (Bild: W. Köpp GmbH & Co. KG)

09.09.2021 Preise und Verfügbarkeitsprobleme bremsen, Entwicklungen sorgen für Dynamik

Aktuelle Entwicklungen bei Werkstoffen

von Dipl.-Ing. Axel Wynands (W. Köpp GmbH & Co. KG)

In den meisten Werkstoffbereichen gab es die letzten Jahre Entwicklungen und dabei auch Substitutionen von Werkstoffen.

Ein Beispiel: Bisher wurden zur Abdichtung unebener Fugenbilder häufig PE-Schaumprofile verwendet, die aber aufgrund der mangelnden Dichtigkeit nur als Hinterfüllprofile eingesetzt werden. Die Alternative ist jetzt unser gemischtzelliges EPDM – das EPDM-SC-W. Dieses ist mit nur geringem Kraftaufwand gut zusammenpressbar und hat eine exzellente Rückstellfähigkeit. Es ist sehr flexibel, zudem weist es ausgezeichnete akustische Isolationseigenschaften auf. Die ermittelte Schalldämmung nach EN ISO 10634-2 erreicht ca. 45 % bei 1.000 Hz und 10 mm Materialdicke. Dabei ist es auch, bei einem nur geringen Verpressungsgrad von 40 %, wasserdicht. Durch seine Eigenschaften passt es sich jeder Unebenheit an und ist in der Lage, unebenen Konturflächen zu folgen. Es eignet sich daher sehr gut für die Abdichtung ungleichmäßiger Fugenbilder und schließt hiermit eine Marktlücke. Der besonders feinporige Schaumstoff bringt gegenüber Konkurrenzprodukten den Vorteil einer besseren Wasserdichtigkeit gegenüber flüssigen Phasen. Trotzdem kann Kondenswasser entweichen und verbleibt nicht in Hohlräumen, da das Material dampfdiffusionsoffen ist. Das beugt etwaigen Feuchteschäden vor.

Trotz der sehr angespannten Lage auf dem Rohstoffmarkt können wir wie gewohnt produzieren. Dabei zahlt sich unsere vorausschauende Logistik aus, mit der wir unsere Rohstoffvorräte möglichst effektiv bevorraten. Den erhöhten Rohstoffpreis geben wir nur moderat an die Kunden weiter und hoffen, dass sich die Lage spätestens nächstes Jahr entspannt. Der Rohstoffpreis war 2021 auf ein Rekordhoch geklettert. Allein im April sind die Kosten für Rohstoffe der Kunststoffund Gummiindustrie um bis zu 70 % gestiegen. Viele Industrieunternehmen melden Engpässe und können ihre Produktionslinien nicht weiterfahren. Hier zeigen sich gerade neue Aspekte hinsichtlich der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens – und zwar, ob sie diese Herausforderung meistern können und sich ihre Kunden auf sie verlassen können.

Axel Wynands, Vertriebsleiter, W. Köpp GmbH & Co. KG
„Die aktuelle Situation an den Rohstoffmärkten erfordert eine vorausschauende Logistik, um lieferfähig zu bleiben.“ Axel Wynands, Vertriebsleiter, W. Köpp GmbH & Co. KG

Lösungspartner

W. Köpp GmbH & Co. KG

Zielgruppen

Einkauf, Instandhaltung, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung, Unternehmensleitung