Klebt es oder hält es?

In großen Displays finden sich viele Klebebänder, die nicht nur Teile miteinander verbinden, sondern auch Zusatzfunktionen übernehmen. Bereits heute können mehr als 100 verschiedene Klebeband-Anwendungen in einem Pkw verbaut sein (Bild: tesa SE)

04.06.2018 Klebt es oder hält es?

Erfolgreiche Klebeprojekte basieren auf umfangreichem Wissen

von Dr. Norman Goldberg (tesa AG)

Diese Technologie erfolgreich einzusetzen erfordert eine intensive Beschäftigung mit den vielen Facetten des Themas, Know-how und planvolles Vorgehen. Kommt ein Anwender nicht weiter, bieten viele Unternehmen Unterstützung – auch über das eigentliche Produktangebot hinaus.

Fahren wir bald „iCar“ oder „Google Driver“? Hinter dieser Frage steckt die gar nicht so abwegige Annahme, dass irgendwann auf der Motorhaube nicht mehr  Logos etablierter Automarken, sondern Schriftzüge gigantischer Technologie-Unternehmen prangen. Die fortschreitende Verzahnung von „traditionellen“ Schlüsselindustrien bietet auch einem Unternehmen wie tesa, das seit vielen Jahrzehnten sowohl in der Automobil- als auch Elektronikindustrie über große Expertise und enge Kontakte zu OEMs sowie Suppliern verfügt, großes Wachstumspotenzial. In unserem neu geschaffenen Bereich „Automotive Electronics“ fokussieren wir uns auf vier Anwendungsfelder: Komfort und Infotainment, Komponenten für Fahrer-Assistenzsysteme, Batterien für Elektromobilität und Lichtmanagement. Einsatzbeispiele für Klebebänder und -filme gibt es viele. So sorgen Optically Clear Adhesives (OCA) für eine dauerhafte und unsichtbare Verbindung von Bauteilen in Touchscreens. Die optisch klaren und extrem dünnen Klebstoff-Filme müssen einerseits höchste Transparenz bieten. Auf der anderen Seite ist es erforderlich, dass die OCA hervorragend haften und beständig gegenüber großen Temperatur-Schwankungen, Feuchtigkeit sowie UV-Strahlung sind. Darüber hinaus sind Licht blockierende, schwarze Klebebänder in der Lage, den Lichtaustritt an unerwünschten Stellen, z.B. seitlich des Dis-plays, zu 99,99% zu  vermeiden („Lightblocking“). Außerdem wurden diverse Klebeband-Produkte für Lithium-Ionen-Batterieelementeentwickelt. So lassen sich, z.B. mit einem doppelseitigen Tape und einer Spezialfolie, die einzelnen Batteriezellen miteinander verbinden und so isolieren, dass keine Überspannungen auftreten können.

Mindestens so wichtig wie überzeugende Produkte ist allerdings der direkte „Draht“ zum Anwender: In unseren Forschungseinrichtungen im deutschen Headquarter, in China und in den USA verfügen wir über Application Solution Center, die nicht zuletzt durch externen Input als Schwungrad für Innovationen wirken.

Dr. Norman Goldberg, Vorstand Direct Industries, tesa SE
„Die Automobil- und Elektronikindustrie sind im Umbruch. Das eröffnet auch unterschiedlichsten Klebelösungen wie Klebebändern oder -filmen erhebliche Potenziale.“ Dr. Norman Goldberg, Vorstand Direct Industries, tesa SE