Klebt es oder hält es?

Umweltschonende Vorbehandlung im Automobil-Leichtbau: Eine CFK-Oberfläche wird zur langzeitstabilen Haftung vor dem Verkleben mit Openair-Plasma feinstgereinigt und aktiviert (Bild: Plasmatreat GmbH)

04.06.2018 Klebt es oder hält es?

Erfolgreiche Klebeprojekte basieren auf umfangreichem Wissen

von Dipl.-Ing. Christian Buske (Plasmatreat GmbH)

Diese Technologie erfolgreich einzusetzen erfordert eine intensive Beschäftigung mit den vielen Facetten des Themas, Know-how und planvolles Vorgehen. Kommt ein Anwender nicht weiter, bieten viele Unternehmen Unterstützung – auch über das eigentliche Produktangebot hinaus.

Die Klebetechnik spielt heute bei vielen Trends eine zentrale Rolle. Da aufgrund gestiegener Anforderungen die Verklebungen immer anspruchsvoller werden, wächst zwangsläufig die Bedeutung der richtigen Vorbehandlung von Klebestellen – etwa im Bereich des Leichtbaus (Automobilbau, Flugzeugbau, Transport, Fassadentechnik), der E-Mobilität (Batterien, neue elektronische Hybridbauteile), beim Einsatz neuer Materialien und von Verbundwerkstoffen. Aber auch Anforderungen, resultierend aus Megatrends wie Energieeffizienz (Solartechnik, Mikroelektronik, Photovoltaik, LED-Fertigung) und Umweltschutz (Ersatz von Nasschemikalien im Vorbehandlungsprozess zur Verringerung der VOC- Emissionen), lassen sich oft nur un-ter Einsatz der richtigen Verbindungstechnik optimal erfüllen.

Die Openair-Plasma-Technologie ermöglicht der Industrie, auf wachsende Anforderungen an Rohstoff- und Materialeffizienz, Energiesparen und die Vermeidung von Schadstoffen unmittelbar zu reagieren. Mit PlasmaPlus wird je nach Applikation eine spezifische Funktionsbeschichtung bis in die Mikrostrukturen der Materialoberfläche abgeschieden. Das Resultat sind hocheffektive Layer, die den Materialien völlig neue Eigenschaften verleihen. Plasma-SealTight bewirkt die haftungsstarke, mediendichte Verbindung von Kunststoff/Metall im Hybrid-Spritzgießprozess.


Ein zentraler Aspekt bei diesen Technologien ist immer noch der Wissenstransfer zu den Anwendern. Dieser findet bei uns heute auf verschiedenen Wegen statt, z.B. bei Projekten in eigenen und Anwender-Technologiezentren, in der Zusammenarbeit mit anwendungsnahen Forschungseinrichtungen, auf Veranstaltungen, u.a. eigenen Technologie-Seminaren, etc. statt. Entscheidend ist uns bei Projekten letztendlich – neben der Technik – ein maßgeschneidertes Dienstleistungsangebot. So gehen wir mit Anwendern als Team in den individuellen Prozess, analysieren die Produktion und zeigen auf, wie durch den Einsatz von Atmosphärendruckplasma der Prozess umweltschonend und kosteneffizient optimiert werden kann. Darüber hinaus bieten wir die Plasma-Vorbehandlung und -Beschichtung auch als Dienstleistung an und ermöglichen damit dem Kunden eine stufenlose Einführung der neuen Technologie.

Dipl.-Ing. Christian Buske, Geschäftsführer, Plasmatreat GmbH
„Ohne die richtige Vorbehandlung der Oberflächen können viele Verklebungen nicht die geforderte Performance erreichen – unabhängig vom Einsatzbereich.“ Dipl.-Ing. Christian Buske, Geschäftsführer, Plasmatreat GmbH