Flüssigdichtungen: Viele Vorurteile entbehren der Grundlage

Verguss von Elektronikkomponenten (Bild: LED-Protect GmbH)

25.11.2019 Flüssigdichtungen: Viele Vorurteile entbehren der Grundlage

Aktuelle Einschätzungen und Lösungsansätze zu Flüssigdichtsystemen und Verguss

von Pietro Colombotto (DEMAK Group)

Ganz gleich, ob Miniaturisierung oder große Teile, kleine oder große Stückzahlen, komplexe oder einfache Geometrien, leicht zu dosierende oder hoch abrasive Materialien – Flüssigdichtsysteme liefern trotz der Komplexität der Technologien auf viele aktuelle Anforderungen eine Antwort – die richtige Beratung vorausgesetzt.

In der heutigen Zeit kämpfen viele Unternehmen buchstäblich um das Know-how und die Technologien, damit sie hochwertigste elek­trische Komponenten für EV/HEV-Fahrzeuge produzieren können. Da die Prozesse in der Automobilindustrie weitestgehend automatisiert sind, u.a. um menschliches Versagen zu vermeiden, müssen auch die Dosier- und Imprägniergeräte mit weniger menschlicher Führung auskommen – und das 24/7. Hier setzt unsere letzte Entwicklung in der Dosiertechnik an. Sie ermöglicht eine 360°-Kontrolle des Vergussprozesses und garantiert immer das höchste Qualitätsniveau. Da die Materi­alien, die für heutige Produkte notwendig sind, in Bezug auf Viskosität und Qualität der enthaltenen mineralischen Füllstoffe immer, komplexer“ werden, setzen wir auf Equipment, das die Möglichkeit bietet, auch unter diesen Bedingungen professionell zu arbeiten. Da die Konzeptionierung der Anlagen hauptsächlich auf den verwendeten Materialien beruht, ist es uns wichtig, auch diesen Baustein gewissenhaft zu betreuen, weshalb wir eine breite Palette eigener Harze anbieten. Mit diesen Entwicklungen unterstützen wir die Einsatzmöglichkeiten von Flüssigdichtungen. Diese werden sich, z.B. dank der stetigen Weiterentwicklung in der E-Mobility, immer neue Aufgabenstellungen und Anwendungsfelder erschließen. Um stets leistungsfähige Lösungen in Bezug auf Harze und Dosiergeräte zu finden, kommt bei Demak der Forschung und Entwicklung von Flüssigdichtsystemen eine zentrale Bedeutung zu. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist auch entscheidend, um immer die richtige und manchmal auch, um eine nie dagewesene Lösung für den Industriemarkt zu finden.

Mit diesem Ansatz stellen wir uns den Herausforderungen in der Dosiertechnik, die wir heute in der immer komplizierteren Materialzusammenstellung, deren Förderung und Homogenisierung sehen. Jeder Elektronikhersteller von Kondensatoren, E-Motoren, Transformatoren usw. ist bestrebt, die endgültigen Eigenschaften seiner Produkte zu verbessern, indem einige schwer gefüllte Harze oder Harzsysteme verwendet werden, die sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Nässe sind. Um die höchste Qualität bei der Dosierung zu gewährleisten, muss die Ausrüstung so detailliert wie möglich vorbereitet und konstruiert werden – auch mit hochentwickelten Werkzeugen und Messgeräten. Hier bietet unsere „Continuous Vacuum Technology“ Vorteile. Diese Technologie garantiert eine kontinuierliche Materialvorbehandlung, um eine perfekte und qualitativ hochwertige Harzdosierung zu erreichen. Der Bediener kommt nie mit dem Material in Berührung, da das Gerät automatisch von den Originalfässern geladen wird (dies ist ein wichtiger Aspekt für die heutigen strengen Sicherheitsbestimmungen). Das Gerät kann grundsätzlich rund um die Uhr ohne Ausfallzeiten und nur per „Knopfdruck“ betrieben werden. Ein weiterer wichtiger Punkt der Dosiergeräte ist die Modularität, die es ermöglicht, dem umfangreichen Produktionskonzept der Automobilindustrie zu folgen, das zum größten Teil in den heutigen Produktionsstätten Einzug gehalten hat.

Pietro Colombotto, Sales Area Manager & Marketing, DEMAK S.r.l.
„E-Mobility ist ein zentraler Treiber für die Entwicklung von Vergusssystemen und stellt – eingebettet in die Produktionsrahmenbedingungen der Automobilindustrie – hohe Anforderungen an die eingesetzten Systeme.“ Pietro Colombotto, Sales Area Manager & Marketing, DEMAK S.r.l.