Elastisch

Elastische Kleb- und Dichtstoffe im Produktionsprozess (Bild: WEICON GmbH & Co. KG)

01.11.2018 Elastisch

Flexible Kleb- und Dichtstoffe für die Industrie

von Thorsten Krimphove (WEICON GmbH & Co. KG)

Längst haben elastische Klebstoffe Einzug in viele Bereiche der Industrie gehalten und verdrängen zunehmend herkömmliche Fügeverfahren wie das Schweißen und das Nieten. Sei es im Metallbau, im Behälter- und Apparatebau, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Möbelindustrie, in der Lüftungs- und Klimatechnik, in der Elektroindustrie, im Yacht- und Bootsbau, im Fahrzeugbau, in der Luftfahrtindustrie sowie in vielen Bereichen der Kunststofftechnik – ohne den Einsatz der flexiblen Klebstoffe wäre eine Produktion vieler moderner Güter nicht durchführbar.

Diese Klebstoffe kombinieren die Vorteile der Kleb- und Dichttechnologie und werden überall dort eingesetzt, wo hohe Anforderungen an die Elastizität und Dichtwirkung einer Fügeverbindung gestellt werden. Eine extrem hohe Kraftübertragung steht bei solchen Anwendungen in der Regel nicht im Vordergrund. Vielmehr sollen dynamische Belastungen, wie z.B. Vibrationen und Ausdehnungen der Fügeteile, aufgenommen und ausgeglichen werden. Nachfolgend werden einige der Vor- und Nachteile der weitverbreiteten elastischen Kleb- und Dichtstoffe vorgestellt und drei wichtige Produktgruppen, die Polyurethane, die MS-Polymere und die Silikone, näher betrachtet. Im Anschluss wird noch auf einen Trend in der Industrie, die Hybridverklebung, die Kombination von elastischen Kleb- und Dichtstoffen und Klebebändern, eingegangen. Abschließend wird der richtige Umgang mit den elastischen Klebstoffen hervorgehoben, da dieser für das Resultat – eine möglichst langlebige Verklebung – von  entscheidender Bedeutung ist.