Webinar: Wie Künstliche Intelligenz zu besseren Dichtungen beitragen kann

Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich Baugruppen im Detail überwachen, auch dort, wo keine Sensoren angebracht werden können (Bild: Trelleborg Sealing Solutions)

05.10.2020 Webinar: Wie Künstliche Intelligenz zu besseren Dichtungen beitragen kann

Unter dem Oberbegriff Cognitive Sealing nutzt Trelleborg Sealing Solutions neuronale Netzwerke, um die Leistungsfähigkeit seiner Dichtungen weiter zu steigern und Ausfälle zu verhindern. In einem Webinar gibt das Unternehmen einen Einstieg in das Thema.

Das Webinar „Künstliche Intelligenz – Anwendungen aus Alltag, Industrie und Dichtungstechnik“ beleuchtet vor allem deren Anwendung in der Produktion und beim Smart Manufacturing. Dafür werden die verschiedenen Einflussgrößen auf die Qualität des Produktes, wie das Material, der Verarbeitungsprozess oder die Nachbearbeitung, durch Sensoren als Daten erfasst, die eine KI-gestützte Software verarbeiten kann. Relevante Daten aus der Produktion werden anschließend zusammengeführt. Die Ergebnisse können mit Sollwerten abgeglichen werden, ein neuronales Netzwerk erkennt dann Regelmäßigkeiten in diesen Bezügen. Aus diesen kann das System dann Verbesserungsvorschläge für den Produktionsprozess herleiten. Im Bereich der Qualitätskontrolle ist Künstliche Intelligenz in der Lage, durch fortgeschrittene Verfahren der Bilderkennung manuelle Prüfungen auch bei komplexen Produktgeometrien zu ersetzen. Die KI kann Prozesse in der Industrie vereinfachen: Schwankungen in der Materialqualität können Einfluss auf die Funktion eines Produktes haben. Mit Künstlicher Intelligenz kann man die Ergebnisse eines Rohmaterialtests nutzen, um die Verarbeitung so zu optimieren, dass dieser Einfluss minimiert wird.

Weiterhin informiert das Webinar darüber, wie KI-Systeme bei Trelleborg Sealing Solutions zum Instandhaltungsmanagement von komplexen Dichtungssystemen zum Einsatz kommen. Aus den im System erfassten Daten kann eine Künstliche Intelligenz dessen drohenden Ausfall rechtzeitig vorhersagen und so helfen, den Wartungszyklus zu optimieren. Bei Maschinen, deren Ersatzteile kostspielig sind und deren Ausfall hohe Folgekosten mit sich bringt, ist der Einsatz solcher Systeme besonders nutzbringend.

Gemeinsam mit dem KIT hat das Unternehmen ein KI-System entwickelt, das den Zustand von Dichtungssystemen, z.B. in der Hydraulik, überwacht. Das Besondere an der Anwendung ist, dass in den relevanten Dichtungen aus technischen Gründen keine Sensoren platziert werden können. Die Künstliche Intelligenz wurde also mit Daten aus umliegenden Sensoren gefüttert und konnte aus diesen Rückschlüsse auf die Umgebung der zu überwachenden Dichtung ziehen und damit deren Zustand anzeigen, ohne direkt mit ihr verbunden zu sein – ein virtueller Sensor. Der Algorithmus ist in der Lage, die verschiedenen empfangenen Daten in einen Gesamtkontext zu stellen. Die Kombination aus Temperatur, Vibration, Druck und anderen Richtgrößen interpretiert das System so, dass sich am Ende ein Bild des Zustands des Dichtungssystems ergibt.

Zurzeit arbeiten über 50 Entwickler an einer zweistelligen Anzahl von Digitalisierungs- und KI-Projekten. Das Webinar und viele andere interessante Einblicke in die Welt von Trelleborg Sealing Solutions stehen über die Technical Library des Unternehmens jederzeit online und kostenlos zur Verfügung.

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