
Kompromisse sind häufig keine Option für Elektronikbauteile – schon mit der richtigen Materialentwicklung können sie vermieden werden (Bild: EPOXONIC GmbH, KI-generiert)
29.09.2026 Individuelle Reaktionsharzsysteme für stabile Fertigungsprozesse
Industrielle Anwendungen stellen aufgrund von Kompaktheit und steigender Leistungsfähigkeit immer höhere Anforderungen an Klebstoffe und Vergussmassen. Wo Standardprodukte an ihre Grenzen stoßen, entwickelt die Epoxonic GmbH kundenspezifische Reaktionsharzsysteme. Sie sind die Basis für hohe Produktqualität, prozesssichere Applikation und zuverlässige Integration in Serienproduktionen.
Vergussmassen erfüllen viele verschiedene Funktionen: Sie schützen elektronische Komponenten, isolieren, gleichen mechanische Spannungen aus und sorgen für ein effektives Thermomanagement. Gleichzeitig müssen sie sich blasenfrei verarbeiten, zuverlässig dosieren, und sicher aushärten lassen – und das alles reproduzierbar. Aktuell entstehen in der Leistungselektronik, Hochvolttechnik und Sensorik dadurch neue Anforderungen an Materialsysteme. Der Trend zur Miniaturisierung ist ein weiterer Treiber. Temperaturbeständigkeit, elektrische Isolation, Wärmeleitfähigkeit sowie eine lange Lebensdauer rücken dabei ebenso in den Fokus wie eine wirtschaftliche und flexible Verarbeitung in bestehenden Fertigungslinien.
Standardprodukte sind häufig ein Kompromiss. Sobald mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllt werden müssen – etwa elektrische Isolation, Wärmeableitung, mechanische Belastbarkeit und eine prozesssichere Verarbeitung – ist eine individuelle Materialentwicklung der wirtschaftlichere Weg. Dazu kommt häufig auch noch, dass viele Standardprodukte erst ab gewissen Liefermengen zur Verfügung stehen. Bei kleineren Chargen ist dies oft ein weiterer Aspekt für individuelle Lösungen.
Für Epoxonic ist die Entwicklung eines Materials untrennbar mit der späteren Serienfertigung verbunden. Bereits in einer frühen Projektphase werden neben den gewünschten Materialeigenschaften Parameter wie Viskosität, Mischungsverhältnis, Topfzeit, Entlüftung, Aushärteverhalten und Taktzeiten etc. berücksichtigt. Das klingt eigentlich selbstverständlich. Leider ist es in der Praxis so, dass das Unternehmen häufiger zu Projekten gerufen wird, bei denen ein Material eines anderen Herstellers im Labor funktioniert hat, unter realen Produktionsbedingungen aber nicht mehr. Bei Epoxonic liefern Dosierversuche und anwendungstechnische Tests hier die zentralen Erkenntnisse, bevor ein Material in die Serienfertigung überführt wird. Bei Bedarf unterstützt man mit jahrzehntelanger Expertise als „Schnittstelle“ zwischen Kunden und Anlagenherstellern und begleitet erste Vergussversuche im eigenen Labor.
Materialentwicklung bedeutet also hier nicht, ein Material zu liefern, sondern eine tragfähige Gesamtlösung. Dazu gehört die Begleitung der Kunden von der ersten Anfrage über die Laborentwicklung und Bemusterung bis zur Serienreife. So wird sichergestellt, dass individuell entwickelte Klebstoffe und Vergussmassen nicht nur die Funktionssicherheit und Lebensdauer von Bauteilen verbessern, sondern auch dazu beitragen, Fertigungsprozesse zu stabilisieren, Ausschuss und Nacharbeit zu reduzieren sowie Reklamationsrisiken zu minimieren. Angepasste Aushärteprofile oder eine optimierte Dosierbarkeit können darüber hinaus die Prozesszeiten verkürzen und vorhandene Produktionslinien effizienter nutzen.
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