Individuell gefertigte Dichtungen für Vorserienprodukte

Dichtungen aus 2K-Silikon im additiven Prozess gefertigt (Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)

10.10.2019 Individuell gefertigte Dichtungen für Vorserienprodukte

Anstatt Dichtungen in konventionellen Verfahren, wie z.B. im Stanzverfahren, herzustellen, können mit dem 2K-Druckkopf von ViscoTec Dichtungen aus 2K-Silikon im additiven Prozess gefertigt werden – ein Ergebnis der eigenen Produktentwicklung.

Bei der Entwicklung eines neuen preeflow-Dispensers zeigte sich, dass eine Dichtungsgeometrie benötigt wird, die im freien Handel bisher nicht verfügbar ist. Daher hat ViscoTec sich entschieden, diese Silikondichtung mit dem 2K-Druckkopf vipro-HEAD selbst additiv zu fertigen. Die Herangehensweise musste dabei neu überdacht werden, um sowohl den Anforderungen an die Dichtung als auch an die chemische Beständigkeit der zu fördernden Materialien gerecht zu werden.

Spezielle und individuelle Dichtungsgeometrien müssen aufwändig hergestellt werden. Darüber hinaus ist die Fertigung von kleinen Stückzahlen oftmals unrentabel bzw. unwirtschaftlich. Daher wurde diese neuartige Dichtung intern mit einem 2K-Druckkopf von ViscoTec aus einem 2K-Silikon gefertigt. Für das additive Fertigungsverfahren wurde eine Dosiernadel mit einem Innendurchmesser von 160 µm verwendet. Die jeweiligen Schichthöhen betragen in etwa 150 µm. Die gesamte Dichtung wird in einem Zeitraum von ca. 30 min. erstellt. Diese Faktoren tragen im Wesentlichen dazu bei, dass das Produkt früher auf den Markt gebracht werden kann. Aber auch die Tatsache, dass kein Bestellprozess durchzuführen und keine Lieferzeit einzuhalten ist, verkürzt die Entwicklungszeit des Produktes immens.

Die Verwendung der Druckköpfe von ViscoTec bringt dabei folgende Vorteile mit sich: Es kann ein wärmevernetzendes 2K-Silikon für Dichtungsanwendungen verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, erhabene Strukturen oder Vertiefungen in die Dichtfläche einzubringen (weitere Applikations- und Geometriemöglichkeiten sind möglich) und der Ansatz für dichtende Bauteile für Fluidanwendungen ist auch bei Hybridanwendungen umsetzbar.