3D-Druck auf dem Mond

Hochleistungsmaterialien ermöglichen den 3D-Druck auf einem Mond-Rover (Bild: BIEGLO)

08.07.2021 3D-Druck auf dem Mond

AURUM ™ , ein sehr hitzebeständiges thermoplastisches Granulat, hergestellt von Mitsui Chemicals, Inc, und von BIEGLO in Europa und BARplast LLC in den USA vertrieben, eröffnet dem 3D-Druck auf dem Mond neue Perspektiven.

Die BIEGLO Group unterstützt mit ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft BARplast LLC in Texas ein Projekt der Engineering Polytechnique Montréal und der HEC Montréal. Dieses wird in Zusammenarbeit mit der Canadian Space Agency und dem Forschungszentrum für Hochleistungs-Polymer- und Verbundsysteme (CREPEC) durchgeführt. Ziel dieses Projekts ist es, einem auf einem Mond-Rover montierten 3D-Drucker zu entwerfen und zu betreiben. Der 3D-Drucker würde dann Strukturen und Bauteile drucken, für die hauptsächlich In-situ-Ressourcen wie Regolith verwendet werden. Die BIEGLO Group bietet hierfür das High-Performance-Polymer AURUM™ an. Regolith und AURUM™ werden verwendet, um die Druckmaterialmischung zu erzeugen, die unter rauen Mondbedingungen erforderlich ist.

AURUM ™ ist ein sehr hitzebeständiges thermoplastisches Granulat, das von Mitsui Chemicals, Inc hergestellt und von BIEGLO in Europa und BARplast LLC in den USA vermarktet und vertrieben wird. Einige der Merkmale des Materials sind eine Hochtemperatursteifigkeit mit Tg = 245 °C und ausgezeichnete Gleiteigenschaften. Da AURUM ™ die höchsten Glasübergangstemperaturen aller thermoplastischen Granulate aufweist, ist der Ausdehnungskoeffizient bis zu 245 °C stabil und kann auf einem Niveau gesteuert werden, das dem von Aluminium entspricht. AURUM™ weist auch eine Beständigkeit gegen Strahlung, einen stabilen Reibungskoeffizienten und einen geringen Reibungsverschleiß auf, wodurch es gegen Abrieb durch Mondstaub beständig ist. Darüber hinaus ist es ein außergewöhnlich sauberes TPI mit sehr geringen Abgaseigenschaften. Diese Anwendung von AURUM™ – als Teil eines Mischmaterials mit Regolith – eröffnet neue Wege in Forschung und Entwicklung.