Wichtige Normen für Lecksuche und Dichtheitsprüfung

Ultrapräzise Kalibrierstation (Bild: Pfeiffer Vacuum GmbH)

30.10.2019 Wichtige Normen für Lecksuche und Dichtheitsprüfung

Zum aktuellen Stand der Normen und Richtlinien

von Dr. Rudolf Konwitschny (Pfeiffer Vacuum GmbH)

Einheitliche Standards und hohe Qualität in der Dichtheitsprüfung von Materialien und Werkstoffen sind nur mithilfe von international gültigen Normen erreichbar. Um den sich stetig wandelnden und immer strenger werdenden Anforderungen an die Dichtheitsprüfung zu entsprechen, wurden in den vergangenen Jahren viele der bestehenden Normen aktualisiert. Dies betrifft u.a. die Regularien zur Kalibrierung von Prüflecks, die umfassend erweitert wurden. Auch die europäischen Normen wurden aktualisiert und mit den ISO-Normen in Einklang gebracht (ISO = Internationale Organisation für Normung). Die ISO arbeitet mit dem CEN (Comité Européen de Normalisation, Europäisches Komitee für Normung) zusammen. Die Überführung von ISO-Normen in das nationale Normengefüge ist freiwillig. Im Gegensatz dazu sind die Mitglieder des CEN dazu verpflichtet, europäische Normen auf nationaler Ebene zu übernehmen.

Lecksuche unter Vakuumbedingungen: relevante Normen
DIN EN ISO 20484:2017-07 – Begriffe [1] Die ISO 20848:2017 ist ein Beispiel für die direkte Überführung einer ISO-Norm in eine europäische Norm: Die CEN übernahm die ISO-Vorlage ohne jede Änderung und implementierte sie im deutschsprachigen Raum als DIN EN ISO 20484:2017-07. Sie ersetzt die Vorgängernorm DIN EN 1330- 8:1998-07 [2], in der das Vokabular für die Dichtheitsprüfung zusammengefasst ist. Die Definitionen aus dem Themengebiet der Druck- und Vakuummessung wurden entfernt. Außerdem hat der Herausgeber einige Aktualisierungen vorgenommen und Definitionen wurden überarbeitet. Die Norm ist in verschiedenen Sprachversionen verfügbar und wird in der Praxis zur Erstellung von Arbeitsanweisungen und deren Übersetzung verwendet.