Wenn Compounds eine Blackbox sind

Compounds

03.06.2019 Wenn Compounds eine Blackbox sind

Was bei der Beschaffung von Dichtungen und Formteilen beachtet werden sollte

von Karl-Friedrich Berger (ISGATEC GmbH)

Viele Compounds sind eine Blackbox. Das gilt z.B. schon für Gummi, schwarz, 70 Shore. Dass dies so ist, bedeutet in der Praxis durchaus Risiken. Dennoch hat sich das Problembewusstsein der Einkäufer und Qualitätsmanager genauso wenig wie die Transparenz seitens der Lieferanten in den letzten Jahren geändert.

Im Gegensatz zu Kunststoffen und thermoplastischen Elastomeren bestehen Mischungen für Elastomerteile aus einer Vielzahl von Komponenten, die für die technischen Eigenschaften der Endprodukte, aber auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit verantwortlich sind. So sind teilweise mehr als 15 Mischungskomponenten für einen Compound notwendig. Jede Veränderung – auch die nur einer Komponente – kann zum Versagen, z.B. einer Dichtung, führen. Vielen Endkunden ist nicht ansatzweise bewusst, welche Risiken in Bezug auf die Funktionstüchtigkeit mit der Zusammensetzung eines Compounds verbunden sind. Ein Blick auf die Prozesskette verdeutlicht dies.