Modulares Baukastenkonzept

Applikator für Heißbutyl mit speziell entwickelter Düse zur Vermeidung von Fadenbildung (Bild: Dürr Systems AG)

30.10.2019 Modulares Baukastenkonzept

Applikationstechnik für effiziente Batteriefertigung in der Elektromobilität

von Frank Schnur (Dürr Systems AG)

Je mehr die Elektromobilität weltweit an Fahrt aufnimmt, desto wichtiger wird es, Batterien effizient herzustellen. Für das Kleben in der Batteriemontage wurde deshalb eine modulare Applikationstechnik für Kleb-, Dicht- und Füllstoffe entwickelt. Die Komplettlösung passt sich hochflexibel unterschiedlicher Viskosität
und verschiedenen Mischverhältnissen an, stellt das Thermomanagement von Batterien sicher und ist Industrie-4.0-fähig. Diese Applikationstechnik ist gleichermaßen für die Großserienfertigung in der  Batterieverklebung mit 2K-Materialien und den Verguss von Wärmeleitpasten geeignet.

Das Herzstück eines Elektroautos ist die Batterie, die die Energie zum Fahren liefert. Sie ist die teuerste und zugleich größte Komponente eines E-Fahrzeugs und als tragendes Bauteil normalerweise unterhalb des Fahrgastraums platziert. Die Batterien setzen sich aus vielen Einzelzellen zusammen, die miteinander zu Modulen verklebt in Batteriekästen eingesetzt werden. Vergleichbar ist die Hochvolt-Batterie mit einem Akku im Handy – nur eben in einem viel größeren Maßstab. Das Applizieren von Medien mit zwei Komponenten ist nicht grundsätzlich neu und in anderen Branchen weit verbreitet. Doch im Automotive-Bereich wurden die Materialien bisher nur in geringen Mengen in Versuchsreihen und Kleinserien eingesetzt. Eine neue Entwicklung erfüllt die Anforderungen der Großserienfertigung und die industriellen Standards der Automobilhersteller.