Aktuell läuft unsere Umfrage

"Das bewegt den

Kleben.Markt 2022"

Jetzt teilnehmen

Fluorpolymere unterstützen die  Erreichung der EU-Green-Deal-Ziele

Fluid-Handling-System – Für eine lange Lebensdauer von Membranen und Katalysatorschichten in Brennstoffzellen sind hochreine Chemikalien Voraussetzung (Bild: Chemours International Operations Sarl)

15.06.2022 Fluorpolymere unterstützen die Erreichung der EU-Green-Deal-Ziele

Neue Anwendungsbereiche und Herausforderungen für Fluorpolymere

von Dr. Michael Schlipf (FPS GmbH)

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) stehen derzeit in der Diskussion. Ein Verbot, andererseits aber auch ein unsachgemäßer Umgang mit Produkten aus diesen Fluorpolymeren am „End-of-Life“, wäre ein großer Rückschlag für die Gestaltung unserer Zukunft. Es gilt also, einen sinnvollen Weg zu finden.

Die Europäische Union (EU) hat in ihren Nachhaltigkeitszielen die Minimierung des CO2-Ausstoßes als eines der oberen Ziele ausgegeben. Dies bedeutet, dass anstelle fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas andere Energieträger den Hauptbedarf an Energie liefern müssen. Wegen seiner Umweltfreundlichkeit steht hierbei Wasserstoff (H2) im Vordergrund: Als Verbrennungsprodukt bei der Energiegewinnung entsteht Wasser (H2O), das andererseits als Quelle für die Herstellung von Wasserstoff in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht. Die Schlüsselprozesse für die Umwandlung dieser innovativen Energieträger sind Prozesse wie die Elektrolyse oder die Brennstoffzelle – angestammte Technologien, die nur unter Verwendung von Fluorpolymeren wirtschaftlich betrieben werden können. Die Fluorpolymere sind innerhalb der EU Gegenstand der aktuellen Neuregelung für alle PFAS, die bis 2025 abgeschlossen sein soll. Unter PFAS versteht man alle Substanzen mit mindestens einer aliphatischen CF2- oder CF3-Gruppe in der Molekülstruktur. Somit fallen auch die Fluorpolymere, mit Ausnahme von Polyvinylfluorid (PVF), in diese Substanzklasse. Begründet wird die geplante umfassende Beschränkung von PFAS in erster Linie mit der hohen Persistenz vieler Vertreter der Stoffgruppe. Als weitere Gründe werden die hohe Mobilität der Substanzen in der Umwelt sowie das Bioakkumulationspotenzial einiger PFAS angeführt. Neue Anwendungen, und gleichzeitig neue Regulierungen, stellen die Fluorpolymerindustrie somit vor neue Herausforderungen.

Lösungspartner

FPS GmbH
FPS GmbH

 

Zielgruppen

Einkauf, Instandhaltung, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung, Unternehmensleitung, Vertrieb