Druckverteilung sichtbar machen

Funktionsprinzip von ein- und zweilagigen Folien (Bild: Fujifilm)

17.09.2018 Druckverteilung sichtbar machen

E-Mobilität, Robotik und Flugzeugbau entdecken die Druckmessfolie für sich

von Ralf Andußies (Fujifilm Europe GmbH)

Druckmessfolien machen den Druck dort sichtbar, wo es für eine exakte Druckverteilung nötig ist. Eine schnelle und zuverlässige Druckmessung ist ein wichtiger Bestandteil in der Produktion, Entwicklung und Qualitätssicherung vieler Branchen.

Seit Jahren wird Prescale zur Messung der Druckverteilung verwendet – ob in der Automobilbranche, der Verpackungs- oder Pharmaindustrie. Jetzt entdecken neue Branchen die Folie für sich: Sie wird längst auch bei der Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien und beim Testen des Verbindungsdrucks von Kompositionswerkstoffen verwendet. Eine besondere Rolle spielt die Druckmessfolie bei kollaborierenden Roboter-Arbeitsplätzen (COBOTS). Elektromobilität ist eine der Zukunftsbranchen: Bis 2020 sollen 1 Mio. Elektroautos in Deutschland angemeldet sein. Für die Automobilindustrie werden Lithium-Ionen-Batterien also zunehmend wichtiger. In der Fertigung sind optimale Verbindungen zwischen Kathode, Anode und Separator im Innern der Batterie entscheidend. Sie sorgen dafür, dass die Batterie leitfähig bleibt und Prozesse störungsfrei ablaufen können. Mit der Druckmessfolie von Fujifilm wird noch während der Fertigung getestet, ob die Einzelteile richtig montiert wurden. Auch der Walzendruck bei der Beschichtung von Elektroden oder der Kontaktzustand an Schweißgeräten kann schnell überprüft werden.

Im Flugzeug- und Automobilbau unterstützt die Druckmessfolie bei der Fertigung von Kompositionswerkstoffen. Sie ermöglicht hier eine einfache Überprüfung von Pressen und das Entdecken von Schäden auf den Pressflächen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Robotik. Seit einigen Jahren etablieren sich Arbeitsplätze, an denen Personen eng mit Robotern zusammenarbeiten. Dabei entsteht eine räumliche Nähe zwischen Mensch und Maschine. Bisher waren trennende Schutzeinrichtungen nötig, um Personen vor Verletzungen durch Roboter zu schützen. Ausmaß und Nachhaltigkeit der Verformung der Folie bestimmen hier das Verletzungspotenzial. Das Kollisionsrisiko wird so laufend ermittelt und die Robotersteuerung angepasst. Vor der offiziellen Inbetriebnahme ist die DIN-Zertifizierung nach der überarbeiteten Norm EN ISO 10218 für jeden Industrie-Roboter Pflicht. Für exakte Messergebnisse und Justierungen ist die Druckmessfolie optimal geeignet.