Brücken bauen

Lohnschäumen von Gehäusedichtungen (Bild: Sonderhoff Holding GmbH)

28.11.2016 Brücken bauen

Lohnfertigung – auch als Einstieg in die FIP(F)G-Technologie

von Florian Kampf (Henkel AG & Co. KGaA (Standort Köln) / Sonderhoff Technologie)

Einerseits ist die FIP(F)G- (Formed-In-Place-(Foam)-Gasket) Dichtungstechnologie zum automatischen Auftragen von Flüssigdichtungen direkt auf Bauteile – mit oder ohne Nut – seit Jahren Standard. Andererseits könnte sie noch sehr viel mehr eingesetzt werden. Ein Grund für die anwenderseitige Zurückhaltung ist der Technologiewechsel. Und nicht nur hier kann die Lohnfertigung Brücken bauen.

FIP(F)G ist insbesondere für Industrien mit einem hohen Automatisierungsgrad geeignet, die auf größtmögliche Effizienz und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet sind. Dichtungs-, Klebe- und Vergussapplikationen können mit der FIP(F)G-Technologie in hoher Stückzahl und in reproduzierbarer Produktqualität, d.h. mit der in diesen Industrien geforderten Nullfehler-Toleranz, prozesssicher hergestellt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen, vorgefertigten Einlegedichtungen werden die für FIPFGSchaumdichtungen eingesetzten Materialien fast zu 100% ausgenutzt und es fallen keine Stanz- oder Verschnittverluste an. Dadurch bleiben die Kosten für die Materialbeschaffung niedrig. Die Flüssigdichtungen, 1K- oder 2KSchaumstoffe oder Verguss haben in den letzten Jahren in weiteren Anwendungsbereichen Einzug gehalten. Die Entwicklung folgt dabei den aktuellen Trends der Dichtungstechnik, z.B. von der Abdichtung größerer Bauteile hin zu immer schmaleren Schaumdichtungen für kleinformatige Bauteile aus der Mikroelektronik sowie der Telekommunikations- und Medizintechnik.