Brennstoffzellen einfach fertigen

Auftrag von Dosierraupen auf Interkonnektoren (Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)

09.09.2021 Brennstoffzellen einfach fertigen

Klebstoffe und Dichtpasten automatisiert applizieren – eine Technologie für die verschiedensten Dosieranwendungen

von Robert Pulzer (ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH )

Bei der Brennstoffzellenfertigung werden verschiedene Dicht- und Klebstoffe appliziert. Die geforderte zuverlässige Verbindung von „langlebigen“ Zellen auf Basis einfacher Montageprozesse und unter Einsatz einfacher Produktionstechnik wurde durch viele Tests und angepasste Dosiertechnologie erreicht.

Die Brennstoffzellentechnik hat Zukunft und dabei das Potenzial, die Mobilität bzw. die Stromerzeugung zu revolutionieren (Bild 1). Dabei ist der Technologiebegriff leicht irreführend. Denn die leisen, umweltfreundlichen und dabei hocheffektiven „Kraftwerke“ haben nichts mit dem zu tun, was man sonst mit „Brennstoff“ in Bezug auf Energiegewinnung aus Heizöl, Kohle oder anderen fossilen Energieträgern in Verbindung bringt. Aktuelle Brennstoffzellen arbeiten zwar auch mit fossilen Energieträgern wie Erdgas, jedoch wird bei der Produktion von Wasserstoff zunehmend Strom aus erneuerbaren Energien genutzt. Das wiederum schützt die Umwelt erheblich. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie keinerlei giftige Gase ausstoßen. Sie können als Energiewandler stationär zur Bereitstellung von Primärenergie in Heizungen für größere Gebäude wie Supermärkte, Hochhäuser, aber auch in ganzen Stadtbezirken bis hin zu ganzen Regionen, oder in großen Industriebetrieben eingesetzt werden. Bei mobilen Lösungen sind sie Energiequellen für Züge, Busse, Bahnen, Flugzeuge, U-Boote, Elektroautos oder Laptops und noch kleinere elektronische Geräte.

Grundsätzlich werden an mobile Brennstoffzellen wesentlich höhere Stabilitätsanforderungen gestellt als an stationäre. In Fahrzeugen müssen sie Schlaglöcher, Temperaturschwankungen, Klimazonen und verschiedenste Fahrweisen der Bediener aushalten. Außerdem haben sie wesentlich mehr Start-Stopp-Zyklen zu bewältigen als stationäre Brennstoffzellen, die kontinuierlich betrieben werden.