Abrasive Medien sicher dosieren

Schnittmodell RD-EC-Dispenser (Bild: ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH)

19.09.2016 Abrasive Medien sicher dosieren

Die Abstimmung der Anwendungsparameter vor der Beschaffung ist das A und 0

von Franz Kamhuber (ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH )

Die Basis eines jeden Dosierprozesses sind das Medium und die Anwendung. Nach erfolgreicher Auswahl des Mediums gilt es, dieses mit höchster Präzision und hoher Wiederholgenauigkeit prozesssicher zu dosieren, aufzutragen oder abzufüllen. Dabei müssen diverse Faktoren bei der Auswahl der Dosiertechnik betrachtet werden. Dies gilt besonders beim Handling von abrasiven Medien.

Dosiersysteme können in zwei unterschiedliche Funktionseinheiten gruppiert werden: Dosierventile und Dosierpumpen. Dosierventile können Druck-Zeit-Zuführungen, volumetrische oder gravimetrische Zuführungen haben, wohingegen die Dosierpumpen in rotierende und oszillierende Systeme unterschieden werden. In einer oszillierenden Pumpe wird das Medium durch Vergrößern oder Verkleinern der Kammervolumen befördert. Typische Beispiele hierfür sind Kolben- oder Membranpumpen. Dosierkomponenten bei rotierenden Systemen verdrängen ein immer gleichbleibendes Volumen. Das von ViscoTec in allen Dosieranwendungen verwendete Endloskolben-Prinzip der Exzenterschneckenpumpe fördert das Medium in einem in sich geschlossenen Kammervolumen. Durch die Kombination aus einem Rotor aus gehärtetem Edelstahl und einem weichen Elastomer-Stator können z.B. auch hochgefüllte Medien schonend dosiert und gefördert werden. Die Dichtlinie zwischen Rotor und elastischem Stator erzeugt minimalste Scherung auf das Medium und sorgt zugleich für eine  Dichtheitsreserve ohne Ventil. So können auch abrasive Medien mit Partikeln hoher Kornhärte ohne erhöhten Verschleiß volumetrisch exakt auf ein Bauteil dosiert werden. Jedoch gibt es bei der Auswahl der richtigen Pumpenvarianten eine Reihe von Kriterien, die beachtet werden sollten.