Prozesssichere Applikation von hochabrasiven Materialien in kleinsten Mengen

Mit den Ersatzteilkits ist ein Upgrade von bereits in Betrieb befindlichen eco-PENs in kürzester Zeit möglich (Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)

05.02.2021 Prozesssichere Applikation von hochabrasiven Materialien in kleinsten Mengen

Die auf Laborebene und in Feldtests erzielten Resultate hinsichtlich Verbesserung der Standzeit bei der Verarbeitung von hochabrasiven Materialien mit Diamond Coated Rotoren von preeflow konnten in konkreten Anwendungen bestätigt und übertroffen werden.

Die beschichteten Rotoren überzeugen aber nicht nur in puncto Standzeit-Optimierung: Manche Materialien neigen zur Verfärbung, wenn sie mit den standardmäßig hartverchromten Rotoren appliziert werden. Dieses nicht erwünschte Phänomen tritt bei der Verwendung von DC Rotoren ebenfalls nicht mehr auf. Bei diesen Rotoren handelt es sich um eine speziell für herausfordernde und insbesondere hochabrasive Medien entwickelte Kombination aus verschiedenen Beschichtungs- und Veredlungsverfahren. Durch das einzigartige Multilayer-Prinzip lässt sich eine bis dato nicht realisierbare Oberflächenhärte für Rotoren aus Metall erreichen. Diese übersteigt die Oberflächenhärte der standardmäßig hartverchromten Rotoren deutlich und bietet auch Vorteile hinsichtlich auftretender Reibung zwischen Rotor und Stator. Zudem werden teilweise auftretende chemische Reaktionen beim Kontakt einer Hartchromschicht mit manchen Dosiermaterialien unterbunden. Den Gegenpart zum DC Rotor bildet der bereits etablierte und für abrasive Materialien  geeignete VisLas Stator.

Um noch bessere Aussagen hinsichtlich Standzeit und Performance der DC Rotoren machen zu können, wurden die grundlegenden Versuche zur Standzeit des Systems und zur Materialverfärbung um Versuche mit jeweils stark herausfordernden Materialien ergänzt. Mit einem preeflow eco-PEN600 konnten ca. 1,3 Mio. Dosierschüsse gemacht werden, ohne dass sich das Dosierergebnis während dieses Zeitraums wesentlich veränderte. Es wurden >100 kg des Materials verarbeitet. Aus vergleichbaren Versuchen ist bekannt, dass der Standard-Rotor mit Hartchromschicht bereits nach rund 10% dieser Dosierschüsse bei vergleichbaren hochabrasiven Gap Fillern Verschleißerscheinungen zeigt.

Bei manchen Materialien traten Verfärbungen bereits in den ersten Dosierungen auf, wenn das standardisierte Hartchrom-Equipment verwendet wurde. Dies ist in derartigen Fällen nicht auf Abrasion zurückzuführen, sondern auf eine Reaktion mancher Inhaltsstoffe mit der Hartchromschicht des Rotors. Bei Verwendung eines DC Rotors mit spezieller Multilayer-Beschichtung konnte dieses Phänomen eliminiert werden – und zwar dauerhaft.