Neue strahlenresistente Elastomerdichtungen

Elastomerdichtungen aus EPDM (Bild: GROUPE LATTY)

07.03.2019 Neue strahlenresistente Elastomerdichtungen

Die PMUC-zertifizierten Elastomerdichtungen aus EPDM mit Shore-Härte 80 wurden für nukleare Anwendungen konzipiert und können dank einer Strahlungsresistenz von bis zu 1700 kGy unter Störfallbedingungen eingesetzt werden.

Die Elastomerdichtungen E48Z11LY1700 sind für den Einsatz in semidynamischen oder statischen Anwendungen in Kernkraftwerken, und zwar in Pumpen, Industrieventilen, Kompressoren, Motoren, Stellantrieben, Schraubverbindungen, unter Druck stehenden Geräten und Materialien vorgesehen, die Strahlung ausgesetzt sind. Das Material ist nach PMUC Nr. 17-0389 (Produkte und Materialien zum Einsatz in Kernkraftwerken) zertifiziert, enthält > 200 ppm Halogen und Schwefel (gemäß GDL-Verfahren D5710/ ESD/1990/000295/001) und schützt die Primär- und Sekundärkreisläufe vor Korrosion.

Die Dichtungen zeichnen sich durch ihre ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen, Stickstoff, Sauerstoff, phosphathaltige Hydraulikflüssigkeiten, polare Lösungsmittel (Wasser, Alkohol, Glykole und Ketone), Dampf und Reinigungsmittel aus. Sie eignen sich auch für den medizinischen Bereich (Bildgebung/Röntgen), Instrumente (Strahlungsschutz) und persönliche Schutzausrüstungen und können innerhalb einer breiten Temperaturspanne von -40 °C bis +140 °C in Wasser oder überhitztem Wasser (über einen längeren Zeitraum hinweg) und bei 170 °C in Wasserdampf (bis zu 24 h lang) eingesetzt werden. Nach einer siebzigstündigen Komprimierung bei 100 °C beträgt der Druckverformungsrest nur 15%.

Sie sind in verschiedenen Größen und Versionen als O-Ringe, Dichtungen, geformte und gedrehte Dichtungen, Balgdichtungen, Dichtungsscheiben und V-Ringe erhältlich. Andere Formen sind auf Anfrage lieferbar.