Motorisch betriebenes Folgeplattenkonzept für beheizte Fassschmelzer

Fassschmelzer GX7882.01 (Bild: SM Klebetechnik Vertriebs GmbH)

28.05.2020 Motorisch betriebenes Folgeplattenkonzept für beheizte Fassschmelzer

Der GX7882.01-Fassschmelzer von SM Klebetechnik bietet mit einem geringen Platzbedarf, hoher Betriebssicherheit,  Energieeffizienz und Wartungsfreundlichkeit ein neues Konzept zur flexiblen Verarbeitung von Kleb- und Dichtstoffen unterschiedlichster Hersteller.

Beheizte Fassschmelzer und Fassentleerer zur Verarbeitung von zu schmelzenden Materialien aus 200-l-Fassgebinden gehören heute zum Allgemeinbild in der Kleb- und Dichtstoff verarbeitenden Industrie. Hierbei unterscheiden sich die technischen Auslegungsvarianten in Bezug auf die zu verwendenden Fässer, wie Sickenfässer, glattwandige Metallfässer oder Pappfässer, und die Schmelzplatten-, Pumpen- und Vorschubvariationen. Neben pneumatisch angetriebenen Kolbenpumpen kommen auch motorisch angetriebene Zahnrad- oder Schraubenspindelpumpen – je nach Eignung für das zu verarbeitende Material – zum Einsatz. Die erreichbare Förderleistung wird bestimmt durch die wärmeübertragende Oberfläche der Schmelzplattenrippen und den erforderlichen Druck, den die Schmelzplatte von oben auf den Materialspiegel ausübt. Die Kombination aus wärmeenergetischem Übertrag und Plattendruck bestimmt die Effizienz des Gesamtsystems. Während in der Vergangenheit die Rippengeometrie und Heizleistung der Schmelzplatten in Bezug auf die Materialeigenschaften und Rheologie immer weiter  optimiert wurden, fand bei dem Konzept des Folgeplattendrucks eigentlich keine Veränderung statt. SM Klebetechnik stellt nun erstmalig das neue Fassschmelzer-Konzept GC7882.01 vor, in dem ein positionsgeregelter motorischer Antrieb den Plattenvorschub übernimmt und somit für den Oberflächendruck der Schmelzplatte auf dem zu verarbeitenden Kleb- oder Dichtstoff im Fass verantwortlich ist. Die Führung des Motordrehmoments zur Stempeldrucksteuerung wird über einen Drucksensor in der Folgeplattenunterseite zuverlässig überwacht.

Während bei einem herkömmlichen Antrieb über Pneumatikzylinder kaum mehr als 4t auf die Materialoberfläche im Fass wirken können, schafft ein hydraulisches System ca. bis zu 15t. Dieser Wert wird mit dem motorischen Spindeltrieb-Konzept des neuen GX7882 ebenfalls erreicht. Ein Einsatz von teurer Druckluft-Energie oder wartungskritischen Hydrauliköl-Systemen wird auf diese Weise vermieden, wodurch eine bestehende Anforderung der Automobilindustrie erfüllt wurde. Eine versenkte Anordnung des Pumpensystems in der Schmelzplatte sorgt zudem für kurze Ansaugwege. Hierdurch werden bei der Verarbeitung hoch- oder zäh-viskoser Dichtstoffmaterialien aus 200-l-Fässern nun sehr hohe Schmelz- und Fördermengen im kontinuierlichen Betrieb realisierbar. Optionale Ausrüstungen, wie Doppeldichtungen an der Platte zur Handhabung von Sickenfässern oder Tandem-Versionen mit automatischer Umschaltung zur unterbrechungsfreien Durchführung von Fasswechselvorgängen, sind konfigurierbar und im Rahmen eines Baukastensystems lieferfähig.

Ein modernes grafisches Touchpanel-Bedientableau und die neue Form einer optischen Signallampen-Einheit auf dem Schaltschrank wurden mit weiteren sicherheitsrelevanten Detaillösungen in das neue Maschinenkonzept integriert. Als Vorlage zu dieser Konstruktion diente maßgeblich der Design-Entwurf eines Fassschmelzers aus der Hand von „Timo Heinen Industriedesign“, welcher 2020 zum Gewinn des „German Design Award“ führte.

Traverse mit Spindeltriebmotor und Bedientableau im Schaltschrank (Bild: SM Klebetechnik Vertriebs GmbH)

Traverse mit Spindeltriebmotor und Bedientableau im Schaltschrank (Bild: SM Klebetechnik Vertriebs GmbH)