Automatisierung flexibel gestalten

Die Multifunktionszelle (Bild: DOPAG)

21.06.2021 Automatisierung flexibel gestalten

In automatisierten Produktionsprozessen sind eine hohe Prozesssicherheit, ein einfaches Handling sowie eine gewisse Flexibilität gefragt – diese Anforderungen erfüllt die Multifunktionszelle von DOPAG.

Sie verfügt über ein autarkes Robotersystem, in das alle gängigen Applikationssysteme eingebunden werden können. Die Multifunktionszelle eignet sich für das Dosieren und Auftragen von 1K- und 2K-Kleb- und Dichtstoffen, Vergussmaterialien oder Schmierstoffen. Auch die Verfahrenstechnik zur Vor- und Nachbehandlung der Bauteile – z.B. eine Plasmavorbehandlung oder verschiedene Aushärtesysteme –  kann integriert werden.

Die Multifunktionszelle ist einfach zu bedienen und bietet eine hohe Flexibilität. Der Werkstückträger kann je nach Bedarf getauscht werden, ein Wechsel ist während der Produktion mit nur wenigen Handgriffen möglich. Eine einfache Werkstückträger-Aufnahme ist zusätzlich erhältlich. Eine optionale Werkstückabfrage erhöht zudem die Prozesssicherheit. Für sicheres und bequemes Arbeiten sorgen eine Sicherheitstür bzw. Drehflügeltür für die Anlagenbestückung, ein integrierter Abfallbehälter sowie eine vorprogrammierte Regenerierposition.

Zur Einrichtung eines neuen Produkts sind keine Roboter-Programmier-Kenntnisse notwendig. Alle erforderlichen Parameter sind frei einstellbar. Die Positionen des Roboters können auf dem Bedienfeld der Steuerung in eine Tabelle eingetragen werden. Der Roboter arbeitet dann die eingetragenen Punkte nacheinander ab. Zu jedem Arbeitspunkt können verschiedene Parameter, wie z.B.der Volumenstrom, die Dosiermenge und die Pausenzeit, individuell eingestellt werden. Die Positionen für vor- und nachbereitende Funktionen wie Vorlauf, Regeneration und Spülen können ebenfalls eingestellt werden.  Die Software-Tools für Bahnapplikationen und Palettenapplikationen sind bereits vorinstalliert.

Mit dem Tool zur Bahnnapplikation können einfache Konturen für eine Bahnapplikation definiert werden. Die Punkte werden in eine Tabelle eingetragen und nacheinander ohne zu stoppen angefahren. Zu jedem Punkt kann definiert werden, ob die Dosierung starten oder stoppen soll. Insgesamt können 20 Programme und pro Programm 50 Punkte hinterlegt werden. Der Eintrag erfolgt in eine Tabelle. Falls diese Funktionalitäten für die Applikationen nicht ausreichend sein sollten, können Roboterprogramme auch mit dem vollständigen Befehlsvorrat des Roboters programmiert werden, anwählbar über Parameter.

Das Tool "Palettenapplikation"  dient zum vertikalen Anfahren von Positionen im Arbeitsbereich, z.B. für den Verguss von Bauteilen. Die in der Tabelle eingetragenen Punkte werden nacheinander angefahren. Die X-/Y-Position wird zunächst oberhalb der Bauteile angefahren, anschließend erfolgt die Zustellung auf die eingestellte Höhe (Z). Der Roboter stoppt, sobald die Position erreicht ist. Die Applikation wird durchgeführt, ggf. in zwei Stufen. Nach der Applikation fährt der Roboter in Z-Richtung (Höhe) auf die X-/Y-Verfahrebene zurück.