Wer debonden will, kann das heute schon

(Bild: AdobeStock_mixmagic)

17.06.2026 Wer debonden will, kann das heute schon

Aktuelle Einschätzungen zu Technologien und zum Praxiseinsatz

von Björn Zeysing (tesa SE), Dr.-Ing. Jan-Dirk Glaser (IDG - Produktionsmanagement und Fügetechnik), Holger Fricke (Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM), Nigel Fay (Henkel AG & Co. KGaA), Holger Walter (Seyffer GmbH), Christoph Schnöll (Bodo Möller Chemie GmbH)

Wo stehen wir beim Debonding – einer zentralen Anforderung an die Klebtechnik im Zuge der angestrebten Kreiswirtschaft? Die Spannweite der Antworten hängt aktuell davon ab, wen man fragt. Die Statements dieser Ausgabe zeigen zwar bereits eine Vielfalt an Lösungen und verschiedene Technologieansätze für die unterschiedlichsten Anwendungen. Das Thema spielt aber nicht bei allen Herstellern eine zentrale Rolle – das zeigt die Recherche zu dieser Umfrage. Bei den Statements wird deutlich, dass der spezielle Prozess „Kleben“ eine neue Dimension bekommt, die schon bei der Entwicklung von geklebten Produkten berücksichtigt werden sollte. Die kürzlich veröffentlichte DIN ISO 21037 „Adhesives – Guideline for separating adhesively bonded joints enabling repair and improving recycling“ (siehe S. 32) liefert hierfür einen normativen Rahmen und Unterstützung in der Praxis. Debonding erfordert viel Know-how und bei Bedarf Unterstützung von Partnern. Der Punkt ist also, wen man fragt. Wer allerdings Klebungen im Produkt-Life-Cycle „entkleben“ will oder muss, braucht nicht warten. Es gibt Lösungen.

Dr. Holger Fricke, Abteilungsleiter Klebtechnik, Fraunhofer IFAM I Bremen

„Die gute Nachricht ist: Die Lösungen sind da – Industrie-Anwendende brauchen Partner mit einem holisitischen Blick auf das Thema – von Materialinnovationen, Konzeptentwicklung, Fertigungs- und Deassamblierungs-Prozessen über Material und Prozessdemonstratoren bis zur Qualifikation von Serienprozessen.“ Dr. Holger Fricke, Abteilungsleiter Klebtechnik, Fraunhofer IFAM I Bremen

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Dr. Björn Zeysing,  Leiter Funktionale Schichten, tesa SE

„Debonding on Demand macht aus einer permanenten Verbindung eine reversible Funktion und verknüpft Kleben systematisch mit Reparierbarkeit, Modularität und Kreislauffähigkeit – als Beginn einer neuen Ära industrieller Klebtechnik.“ Dr. Björn Zeysing, Leiter Funktionale Schichten, tesa SE

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Dr.-Ing. Jan-Dirk Glaser, Inhaber, internationaler Klebfachingenieur und internationaler Schweißfachingenieur IDG - CONSULTING  Technologie- und Personalberatung

„Auch beim Debonding gilt: Eine sorgfältige Prozessvalidierung sowie Schulung des Personals sind essenziell, um reproduzierbare und sichere Ergebnisse sowohl im Feld als auch in der Serien­fertigung zu erzielen.“ Dr.-Ing. Jan-Dirk Glaser, Inhaber, internationaler Klebfachingenieur und internationaler Schweißfachingenieur IDG - CONSULTING Technologie- und Personalberatung

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Nigel Fay, Corporate Vice President Innovation und Chief Technology Officer,  Henkel Adhesive Technologies

„Technologie-Anbieter frühzeitig einzubinden, ist eine bekannte Forderung. Bei Debonding-Konzepten gewinnt dieser Aspekt nochmal an Bedeutung.“ Nigel Fay, Corporate Vice President Innovation und Chief Technology Officer, Henkel Adhesive Technologies

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Holger Walter, Leiter Solution Centers, Seyffer GmbH

„Wer Debonding wirklich nutzen will, braucht keinen Lieferanten – sondern einen Entwicklungspartner.“ Holger Walter, Leiter Solution Centers, Seyffer GmbH

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Dr. Christoph Schnöll, Vice President of Technology, Bodo Möller Chemie

"Richtig eingesetzt, ermöglicht Debonding on Demand eine neue Dimension an Flexibilität, Effizienz und Nachhaltigkeit entlang des gesamten Produktlebenszyklus.“ Dr. Christoph Schnöll, Vice President of Technology, Bodo Möller Chemie

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Lösungspartner

Seyffer GmbH
Bodo Möller Chemie GmbH
Bodo Möller Chemie GmbH

 

Fraunhofer IFAM Stade
Fraunhofer IFAM Stade

 

Henkel AG & Co. KGaA
Henkel AG & Co. KGaA

 

IDG - Produktionsmanagement und Fügetechnik
IDG - Produktionsmanagement und Fügetechnik

 

tesa SE
tesa SE

 

Zielgruppen

Qualitätssicherung, Konstruktion & Entwicklung, Einkauf, Instandhaltung, Unternehmensleitung