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17.06.2026 Wer debonden will, kann das heute schon
Aktuelle Einschätzungen zu Technologien und zum Praxiseinsatz
Wo stehen wir beim Debonding – einer zentralen Anforderung an die Klebtechnik im Zuge der angestrebten Kreiswirtschaft? Die Spannweite der Antworten hängt aktuell davon ab, wen man fragt. Die Statements dieser Ausgabe zeigen zwar bereits eine Vielfalt an Lösungen und verschiedene Technologieansätze für die unterschiedlichsten Anwendungen. Das Thema spielt aber nicht bei allen Herstellern eine zentrale Rolle – das zeigt die Recherche zu dieser Umfrage. Bei den Statements wird deutlich, dass der spezielle Prozess „Kleben“ eine neue Dimension bekommt, die schon bei der Entwicklung von geklebten Produkten berücksichtigt werden sollte. Die kürzlich veröffentlichte DIN ISO 21037 „Adhesives – Guideline for separating adhesively bonded joints enabling repair and improving recycling“ (siehe S. 32) liefert hierfür einen normativen Rahmen und Unterstützung in der Praxis. Debonding erfordert viel Know-how und bei Bedarf Unterstützung von Partnern. Der Punkt ist also, wen man fragt. Wer allerdings Klebungen im Produkt-Life-Cycle „entkleben“ will oder muss, braucht nicht warten. Es gibt Lösungen.

„Die gute Nachricht ist: Die Lösungen sind da – Industrie-Anwendende brauchen Partner mit einem holisitischen Blick auf das Thema – von Materialinnovationen, Konzeptentwicklung, Fertigungs- und Deassamblierungs-Prozessen über Material und Prozessdemonstratoren bis zur Qualifikation von Serienprozessen.“ Dr. Holger Fricke, Abteilungsleiter Klebtechnik, Fraunhofer IFAM I Bremen

„Debonding on Demand macht aus einer permanenten Verbindung eine reversible Funktion und verknüpft Kleben systematisch mit Reparierbarkeit, Modularität und Kreislauffähigkeit – als Beginn einer neuen Ära industrieller Klebtechnik.“ Dr. Björn Zeysing, Leiter Funktionale Schichten, tesa SE

„Auch beim Debonding gilt: Eine sorgfältige Prozessvalidierung sowie Schulung des Personals sind essenziell, um reproduzierbare und sichere Ergebnisse sowohl im Feld als auch in der Serienfertigung zu erzielen.“ Dr.-Ing. Jan-Dirk Glaser, Inhaber, internationaler Klebfachingenieur und internationaler Schweißfachingenieur IDG - CONSULTING Technologie- und Personalberatung

„Technologie-Anbieter frühzeitig einzubinden, ist eine bekannte Forderung. Bei Debonding-Konzepten gewinnt dieser Aspekt nochmal an Bedeutung.“ Nigel Fay, Corporate Vice President Innovation und Chief Technology Officer, Henkel Adhesive Technologies

„Wer Debonding wirklich nutzen will, braucht keinen Lieferanten – sondern einen Entwicklungspartner.“ Holger Walter, Leiter Solution Centers, Seyffer GmbH

"Richtig eingesetzt, ermöglicht Debonding on Demand eine neue Dimension an Flexibilität, Effizienz und Nachhaltigkeit entlang des gesamten Produktlebenszyklus.“ Dr. Christoph Schnöll, Vice President of Technology, Bodo Möller Chemie

