
Für mehr Nachhaltigkeit: Strukturklebstoffe mit dauerhaft hohen Hafteigenschaften können mit den Debonding-Primern für Reparatur und Recycling gelöst werden (Bild: Bodo Möller Chemie)
17.06.2026 Wer debonden will, kann das heute schon
Aktuelle Einschätzungen zu Technologien und zum Praxiseinsatz
Debonding on Demand entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Innovationstreiber in der Klebstofftechnologie. Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen, wie z.B. des EU-Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft, gewinnt die Fähigkeit, strukturelle Verklebungen gezielt und zerstörungsfrei zu lösen, erheblich an Bedeutung.
Neben Nachhaltigkeitsaspekten stehen insbesondere Reparaturfähigkeit, Ressourcenschonung und sortenreines Recycling im Fokus. Damit ist Debonding on Demand nicht nur ein technologischer Trend, sondern ein zentraler Enabler für zukunftsfähige Produkt- und Designkonzepte.
Wir bieten hierfür innovative und zugleich praxisnahe Lösungen: Ein debondingfähiges Primersystem ermöglicht z.B. das gezielte Lösen von Klebverbindungen durch einen thermischen Impuls, ohne dass bestehende Strukturklebstoffe modifiziert werden müssen. Der entscheidende Vorteil liegt in der hohen Kompatibilität mit etablierten Klebstoffsystemen bei gleichzeitig unveränderter mechanischer Performance im Einsatz. Ergänzend dazu steht ein struktureller 2K-Epoxidharzklebstoff zur Verfügung, der es ermöglicht, mittels eines elektrischen Impulses Verklebungen wieder zu lösen.
Für Endanwendende ist bei der Implementierung insbesondere die präzise Prozessauslegung entscheidend. Dazu zählt in erster Linie die Auswahl des geeigneten Debonding-Systems. Elektrisch ausgelöste Systeme benötigen z.B. leitfähige Substrate, während bei thermisch getriggerten Systemen die Debonding-Temperatur passend auf die Dauereinsatztemperatur der Verklebung abgestimmt werden muss. Ebenso ist die gezielte Einbringung des jeweiligen Stimulus in das Klebstoffsystem – sei es thermische oder elektrische Energie – ein kritischer Erfolgsfaktor.

"Richtig eingesetzt, ermöglicht Debonding on Demand eine neue Dimension an Flexibilität, Effizienz und Nachhaltigkeit entlang des gesamten Produktlebenszyklus.“ Dr. Christoph Schnöll, Vice President of Technology, Bodo Möller Chemie

