Warum man Elektromotoren kleben sollte...

Verklebung von Magneten im Gehäuse, auf dem Rotor sowie in Taschen (v.l.n.r.) (Bild: DELO)

31.10.2017 Warum man Elektromotoren kleben sollte...

...und welcher Klebstoff dafür geeignet ist

von Dr. Karl Bitzer (DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA)

Elektromotoren sind in unserem Leben allgegenwärtig. Sie werden kleiner und leis-tungsfähiger, womit auch die Herausforderungen an die Verbindungstechnik steigen. Kleben bietet für die Produktion und den Betrieb eine Reihe von Vorteilen, wobei Motorenhersteller aus einer Fülle unterschiedlicher Klebstofffamilien wählen können – doch welche sind geeignet?

Tesla hat maßgeblich dazu beigetragen, Elektroautos als effiziente und nachhaltige Zukunft individueller Mobilität zu sehen. E-Motoren kommen in Fahrzeugen jedoch nicht nur als  emissionsfreie Antriebe zum Einsatz, sondern auch in Fensterhebern oder Sitzverstellern. Tatsächlich finden sie sich überall – in E-Bikes, in Werkzeugen oder in unseren Küchen.

Was alle Hersteller von Elektromotoren gemeinsam haben, ist das Ziel sie kleiner und leistungsfähiger zu machen sowie ihren Wirkungsgrad zu verbessern. Dies wird u.a. mit der Gestaltung des Blechpakets realisiert, mit der optimalen Einbindung der Magnete in das Blechpaket und indem der Luftspalt zwischen Magnet und Wicklung möglichst eng gehalten wird.

Besser verbinden mit Klebstoffen

Etablierte Verbindungsmethoden wie mechanisches Klemmen oder das Bandagieren von Magneten kommen dabei zunehmend an Grenzen, sowohl was die Funktion des Motors als auch was den Produktionsprozess angeht. So müssen mit zunehmend kleineren Motoren auch die erforderlichen Fertigungstoleranzen weiter sinken, was die Kosten in die Höhe treibt. Insbesondere für leistungsfähige Motoren finden zunehmend Seltenerdmagnete Verwendung. Da sie korrosionsanfällig sind, erhalten sie eine Passivierungs-, Nickel- oder Epoxidharzbeschichtung, die beim Montieren verletzt werden kann und wodurch die Magnete direkten Umwelteinflüssen ausgesetzt würden.