Umbruch für technische Produktdesigner

Technische Zeichnung nach der Umstellung (Bild: PAL - Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle - IHK Region Stuttgart)

03.06.2019 Umbruch für technische Produktdesigner

Die Digitalisierung hat eine einheitliche technische Sprache, die man beherrschen muss

von Dipl.-Ing. Ernst Ammon (keine Informationen)

Seit mehr als zehn Jahren soll die berufliche Bildung in Deutschland – auch im Zuge der  Digitalisierungsbestrebungen – verbessert werden. So sind Prüfungen nach den gleichen Vorgaben wie vor 30 bis 40 Jahren nicht mehr zeitgemäß. Ende 2018 wurde deshalb z.B. für Technische Produktdesigner/innen beschlossen, dass die Prüfungen ab Frühjahr 2021 neuen Anforderungen Rechnung tragen – und die Prüfungsänderungen sind gravierend.

Mit der Einführung der ISO 8015 von 2011 [1] und der ISO 286-1 von 2010 [2] hat sich eine wesentliche Änderung in den GPS-Normen [3] vollzogen. Um mitzuhelfen, diese Veränderungen in der internationalen Normung in die zukünftigen Prüfungen für Technische Produktdesigner/innen einfließen zu lassen, unterstütze ich seit April 2017 die Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL) der IHK Stuttgart. Ziel ist es, den Ausbildenden die Informationen dergestalt zu vermitteln, dass sie Konstruktionen so gestalten können, dass diese für Industrie 4.0 einsatzfähig sind. Dabei sollen sie lernen, dass ein Modell ein Baustein ist, um die Automatisierung der Produkte voranzutreiben. Ohne diese würden wir in Deutschland den Anschluss an die internationale Industrie verlieren. Die Digitalisierung ist zwingend notwendig, setzt aber eine tiefgreifende und nachhaltige Veränderung in den Schulen und Betrieben sowie auch Veränderungen in der Lehre und im Lernen voraus.