
PosiTest AT (Bild: MTV Messtechnik oHG 2026)
26.10.2026 Trial and Error – oder qualifiziert messen?
Haftungsprobleme vor dem Entstehen vermeiden
Kleben ist eine Verbindungstechnik, die über die Oberfläche funktioniert, das bedeutet: Haftet der Klebstoff nicht auf dem Untergrund, gibt es gar keine oder keine ausreichende Verbindung. Gerade darauf kommt es allerdings beim Kleben, aber auch beim Dichten und Beschichten, an. Vor dem Kleben oder Beschichten gilt es, zu wissen, und nicht zu raten, wie der Untergrund beschaffen ist. Das gibt Gewissheit und letztlich Sicherheit in der Anwendung. Ein neues System bietet hier eine rationale, einfach handhabbare und verlässliche Möglichkeit, um Substrat, Vorbehandlung und Kleb-, Dichtstoff oder Beschichtungen zu qualifizieren.
Während Schrauben oder Nieten materialdurchdringende Fügeverfahren sind, das heißt, die erzielte Festigkeit über die Materialstärken von Verbindungselement und Substrat definiert ist, kommt diese beim Kleben aus den beiden Faktoren: Adhäsion – Haftung am Substrat – und Kohäsion – innere Festigkeit des Klebstoffs.
Bei der Qualifizierung von Klebstoffen wird oft auf „höchste Festigkeitswerte“ geachtet. Die höchste Festigkeit eines Klebstoffes bringt jedoch keine Festigkeit der Verbindung, wenn dieser nicht am Substrat haftet, weil er dafür ungeeignet ist bzw. nicht haften kann, weil beispielsweise die Untergründe nicht gereinigt und vorbereitet sind. Deshalb ist es beim Kleben so entscheidend, die Haftungseigenschaften der zu verbindenden Oberflächen zu kennen. Auch hier muss man nicht raten – das kann man messen.

