Steigende Anforderungen an Sensoren

Bild 1: Bewährte Systemlösung für den Verguss unter Vakuum (Bild: Scheugenpflug GmbH)

09.09.2021 Steigende Anforderungen an Sensoren

Vakuumverguss wird immer mehr zur Alternative zum Verguss unter Atmosphäre

von Birgit Maily-Baumann (Scheugenpflug GmbH)

Sensoren sind in heutigen Fahrzeugen die Basis für Komfort und Sicherheit. Im Zuge moderner Mobilitätskonzepte hin zum autonomen Fahren gewinnt der Aspekt „Sicherheit“ dabei eine immer größere Bedeutung. Vergießen unter Vakuum gewinnt damit an Bedeutung – und das hat verschiedene Gründe.

Emissionsfrei, autonom und mit der ganzen Welt vernetzt – so oder so ähnlich wird das Auto der Zukunft fahren. Diese Zukunft ist bereits jetzt zum Greifen nah. Sensoren liefern heute schon Daten für zentrale Sicherheitsfunktionen in Fahrzeugen. Wenn sich diese dann zukünftig autonom bewegen, steigt das Anforderungslevel auf ein neues Niveau. Ausfälle oder Fehlfunktionen sind dann (z.B. bei Abstandssensoren) keine Option. Aus Sicht der Sensorhersteller gibt es noch eine weitere Problematik: Oft wissen diese gar nicht, welche Funktionen ihre Sensoren im Endprodukt übernehmen.

Voraussetzung für die Funktionssicherheit von Sensoren ist u.a. ihr absolut blasenfreier Verguss. Gleiches gilt für Versiegelungen, d.h. für die Deckschichten von Bauteilen. Zum Schutz vor mechanischen und Witterungseinflüssen werden diese elektronischen Schlüsselkomponenten mit flüssigen bis niedrigviskosen Medien vergossen, versiegelt und abgedichtet. Auch die offen am Gehäuse liegenden Kontaktierungen werden mit geeigneten Materialien gegen schädliche Einwirkungen abgeschirmt. Bei der Auswahl des geeigneten Materials gibt es kein „ein für alles“, da je nach Sensor sowie nach dessen Lage, Geometrie und Funktionsweise sehr unterschiedliche Materialeigenschaften gefordert sein können. Das reicht unter Umständen bis zur Farbe, z.B. wenn der Verguss „Sensor-Know-how“ vor neugierigen Blicken schützen soll.