Oberflächen potenzialfrei behandeln

Maschinenaufbauleuchten müssen harten Beanspruchungen standhalten und die Anforderungen an ihre Dichtigkeit sind extrem hoch (Bild: Waldmann GmbH & Co. KG)

27.11.2017 Oberflächen potenzialfrei behandeln

AD-Plasma sichert nachhaltig Klebprozesse bei LED-Leuchten

von Inès A. Melamies (Blue Rondo International e.K.), Peter Langhof (Plasmatreat GmbH), Denis Stehle (Herbert Waldmann GmbH & Co. KG)

Der Wechsel von einem eingeführten Industrieprozess zu einem neuen, ist ein großer Schritt. Ein führender Leuchtenhersteller – die Herbert Waldmann GmbH & Co. KG – entschied sich zum radikalen Wandel seiner Vorbehandlungsmethode vor dem Verkleben. Mit dem Ersatz der nass-chemischen Prozesse durch Atmosphärendruckplasma (ADPlasma) erhöhte sich die Langzeitstabilität der Klebverbindung auf ganz umweltfreundliche Art.

In der Industrieproduktion ist die richtige Beleuchtung am richtigen Ort ein entscheidender Faktor für mehr Ertragfähigkeit und Mitarbeitermotivation. Ein wichtiger Produktbereich des Herstellers ist die Fertigung von Industrieleuchten, insbesondere von LED-Maschinenaufbauleuchten »1. Sie dienen zur Innenbeleuchtung von Maschinen, wobei es sich vornehmlich um solche handelt, die bei ihrer Arbeit mit den Leuchtengehäusen nicht gerade sanft umgehen: Bei zerspanenden Werkzeugmaschinen fliegen metallene Späne, hier wird gedreht, gebohrt, gefräst und geschliffen. Die Gehäuse und Blenden sind aber auch chemischen Substanzen wie Kühlschmiermitteln und Ölen ausgesetzt. Nichts von all dem darf deren Klebung beeinträchtigen, weshalb die Anforderungen an die Dichtigkeit extrem hoch sind. Eine feste und langzeitstabile Verklebung verlangt jedoch immer eine gute Vorbehandlung der Materialoberfläche.