
Schadensbild einer thermischen Zersetzung der Dichtung (Bild: COG)
26.10.2026 Leicht gemacht: Werkstoff-Auswahl für Elastomerdichtungen
Ein Leitfaden auch für den Einsatz von KI-Systemen
In industriellen Anwendungen werden hohe Anforderungen an Effizienz, Dichtheit und Zuverlässigkeit gestellt. Eine zentrale Rolle spielen dabei die eingesetzten Dichtungen und insbesondere deren Werkstoffeigenschaften. Die Auswahl ist nicht immer einfach – hier ein paar Tipps zur Vorgehensweise.
In der Praxis ist die Auswahl eines geeigneten Elastomer-Werkstoffs häufig eine Herausforderung. Unterschiedliche Elastomertypen, z. B. NBR, EPDM oder FKM, verschiedene Härtegrade (z. B. 70 Shore A oder 90 Shore A) sowie zusätzliche Anforderungen wie branchenspezifische Zulassungen oder Medienbeständigkeiten führen zu einer Vielzahl möglicher Werkstoffausprägungen. Die relevanten Unterschiede sind dabei nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.
Erschwerend kommt hinzu, dass ungeeignete Werkstoffe in vielen Fällen nicht sofort versagen, sondern schleichend ihre Funktion verlieren. Die resultierenden Undichtigkeiten können daher erst zeitverzögert auftreten und die Ursachenanalyse entsprechend komplex gestalten. Der nachfolgende systematische Leitfaden soll Anwendende dabei unterstützen, einen geeigneten Dichtungswerkstoff bzw. Elastomertyp entsprechend den jeweiligen Rahmenbedingungen und Anforderungen auszuwählen. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Einsatzes von KI-Tools stellt sich die Frage, welchen Nutzen ein solcher Leitfaden heute noch hat. Die Antwort ist einfach: Er bildet die Grundlage, um die richtigen Fragen an KI-Systeme zu stellen und deren Ergebnisse fachlich bewerten zu können.

