Kondensationsvernetzende Silikone

(Bild: Adobestock_Natali Mis)

26.10.2026 Kondensationsvernetzende Silikone

Der Weg von Oxim- zu Alkoxyvernetzenden Silikonen

von Sebastian Maaß (Hermann Otto GmbH | Otto-Chemie)

Kondensationsvernetzende Silikone sind aus der modernen Industrieproduktion nicht mehr wegzudenken. Ob in der Haushaltsgeräteindustrie, in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK), in der Elektronikindustrie oder bei der Beschichtung technischer Textilien – überall dort, wo dauerhafte Elastizität,
thermische Stabilität und zuverlässige Dichtheit unter wechselnden Betriebsbedingungen gefordert werden, sind Silikondichtstoffe gesetzt.

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal dieser Kleb- und Dichtstoffklasse ist das jeweilige Abspaltprodukt, das während der Aushärtung freigesetzt wird. Es bestimmt, welche Substrate verarbeitet werden können, welchen geruchlichen und toxikologischen Anforderungen das Produkt genügt und in welchem regulatorischen Rahmen es einzuordnen ist. Der Markt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten tiefgreifend gewandelt: Klassische Oxim-Systeme auf Basis von Methylethylketoxim (MEKO) werden zunehmend von MEKO-freien Oxim-Varianten und vor allem von alkoxy-vernetzenden Silikonen abgelöst. Dieser Beitrag beleuchtet die Hintergründe dieses Wandels, stellt die relevanten Vernetzungssysteme aus technischer und regulatorischer Perspektive vor und zeigt auf, welche Systeme in welchen industriellen Anwendungsfeldern heute Stand der Technik sind.

Lösungspartner

Hermann Otto GmbH | Otto-Chemie

Zielgruppen

Konstruktion & Entwicklung, Qualitätssicherung