Isoliersystem

Das Isoliersystem Conti Thermo-Protect besteht aus einer Silikonkautschukmischung, die sich im Lieferzustand leicht zuschneiden, verarbeiten und passgenau anbringen lässt (Bild: ContiTech AG)

31.10.2017 Isoliersystem

Vielseitige und intelligente Einsatzmöglichkeiten

von Tomasz Janiszewski (ContiTech AG)

Ob für Ventile in Dampfleitungen, Geflechtschläuche oder in Heizleitungen von Reifenpressen: Ein hochflexibles Isoliersystem hat sich als Wärmedämmung in der Industrie längst bewährt. Mittlerweile erregt die spezielle Silikonkautschukmischung auch das Interesse in anderen Branchen wie der Automobil- oder Eisenbahnindustrie – und das nicht nur als Isoliermaterial gegen Hitze.

Ursprünglich wurde das Isoliersystem (Bild 1) als flexible thermische Dämmung von komplexen Leitungs- und Rohrsystemen sowie anderen Bauteilen entwickelt. Das Material eignet sich, um bewegliche Leitungen und Schläuche mit hohen Temperaturen zu isolieren. Im Lieferzustand hat es eine Konsistenz wie Knetgummi und lässt sich leicht zuschneiden, verarbeiten und passgenau anbringen. Erst bei der Zufuhr von Wärme vulkanisiert das Material selbständig und wird zu einem wiederverwendbaren Formteil mit gummielastischen Eigenschaften – besonders geeignet für komplexe Komponenten. So kann es etwa auf Leitungsrohre und Ventile angebracht werden, durch die bis zu 250 °C heiße Dämpfe oder Flüssigkeiten strömen. Während das Produkt im unvulkanisierten Zustand plastisch formbar ist, fühlt sich das vulkanisierte Material an wie Gummi, ist aber stabil und kaum zu zerstören. Bereits eine 10 mm dünne Schicht senkt den Wärmeverlust um 70%. Die reduzierte Außentemperatur ist zudem ein Plus für die Arbeitssicherheit.