Großdichtungen stellen besondere Anforderungen

Von groß bis klein – mit der CNC-Technik lassen sich schnell die richtigen Dichtungen fertigen, bei Bedarf in Losgröße 1 für Erstausrüstung und Instandhaltung (Bild: xpress seals GmbH)

18.03.2019 Großdichtungen stellen besondere Anforderungen

Bewährte und neue Verabeitungstechniken und neue Materialien sinnvoll kombinieren

von Michael Muelner (xpress seals GmbH)

Viele Maschinen werden größer und laufen unter extremen Bedingungen. Für Großdichtungen bedeutet diese Entwicklung größere Durchmesser und eine größere Werkstoffvielfalt. Mit dem entsprechenden Know-how lassen sich die anstehenden Aufgabenstellungen allerdings lösen.

Dichtungen mit einem Durchmesser von > 600 mm werden nomalerweise als Großdichtungen (Bild 1) bezeichnet. Für diese gelten andere Rahmenbedingungen als für Dichtungen mit kleineren  Durchmessern. Bei Erstausrüstern (OEM-Bereich) kommen sie meist im Groß- und Schwermaschinenbau zum Einsatz. Da es sich dabei meist um Sondermaschinenbau andelt, werden die Dichtungen in der Losgröße 1 oder als Kleinserie benötigt. Darüber hinaus kommen kaum standardisierte Dichtungen zur Anwendung. Eine weitere Besonderheit ist, dass die großen Maschinen, in denen solche Dichtungen zum Einsatz kommen, im Schadensfall aus Kostengründen meist nicht ersetzt, sondern repariert und dabei i.d.R. nachbearbeitet werden. Dies erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit des Dichtungslieferanten. Durch die Nachbearbeitung entstehen veränderte, vom Standard abweichende Einbauräume, die mit Normmaßdichtungen nicht wirksam gefüllt werden können. So ist beinahe jeder Anwendungsfall ein anderer: Es müssen auf die neuen Gegebenheiten zugeschnittene Dichtungen her – im wahrsten Sinne des Wortes.