Eine Frage der Hygiene

Optimierte Dichtung für den Hygieneeinsatz (Bild: Garlock GmbH)

31.10.2017 Eine Frage der Hygiene

Was bei der Dichtungsauswahl zu beachten ist

von B. Eng. Sascha Butter (Garlock GmbH)

Fortschrittliche Dichtungswerkstoffe gepaart mit einem maßgeschneiderten Hygienedesign erhöhen maßgeblich die Sicherheit von Produktionsanlagen und Produkten in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Reinigungskosten werden eingespart, aber was noch wichtiger ist, das Risiko einer Kontamination wird drastisch reduziert.

Mit Mikroorganismen kontaminierte Anlagen erzeugen gesundheitsgefährdende Produkte. Allein in Deutschland treten jährlich ca. 65 Mio. Magen-Darm-Erkrankungen auf. Der Großteil der dafür verantwortlichen Erreger wird Schätzungen nach durch Lebensmittel und Trinkwasser übertragen. Bakterien wie Campylobacter, Salmonellen und pathogene Stämme des Darmbakteriums Escherichia Coli (EHEC), aber auch Nova- und Rotaviren oder Parasiten können durch Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden [1]. Im schlimmsten Fall führt der Konsum kontaminierter Produkte zu schwerwiegenden Erkrankungen der Konsumenten und der Ruf des Herstellers kann geschädigt werden. Längere Stillstandzeiten, ein höherer Reinigungsaufwand, erhöhter Material- und Energieverbrauch sowie Produkt- bzw. Batchverlust drohen.

Grundlagen zum Thema mikrobielle Anhaftung und Hygiene

Eine der Hauptursachen für die Kontamination von Lebensmitteln und pharmazeutischen Erzeugnissen ist oftmals das mangelhafte Hygienedesign von Komponenten, Anlagen und Produktionsstätten [2]. Die mikrobielle Anhaftung wird in Produktionsanlagen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie durch ein unzureichendes Hygienedesign stark begünstigt. Reste von Produkten, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie Feuchtigkeit bilden eine optimale Grundlage für mikrobielles Wachstum und die Entstehung von Biofilmen.