Effiziente LABS-Reinigung und Beschichtung von Massenkleinteilen

Blick in eine Niederdruckplasma-Anlage (Bild: APO GmbH Massenkleinteilbeschichtung)

30.10.2019 Effiziente LABS-Reinigung und Beschichtung von Massenkleinteilen

Zeit- und Kosteneinsparung durch Einsatz einer patentierten Niederdruckplasmaanlage

von Antonio Pozo (APO GmbH)

Längst ist der Einsatz von Plasma zur Behandlung, Reinigung und Veredelung von Bauteiloberflächen technischer Standard in der Industrie. Vor allem wenn es um das Beschichten, Kleben oder Lackieren von Elastomer- oder sonstigen Kunststoffbauteilen geht, ist die Niederdruck Plasmatechnologie nicht mehr wegzudenken. Doch nicht alle Anlagen erzielen die gleichen Effekte in vergleichbarer Zeit. Eine neue, patentierte Anlagentechnologie bringt Einsparpotenzial bei Dienstleistungen wie der LABS-Reinigung und Beschichtungsvorbehandlung von Bauteilen.

Der Begriff Plasma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gebilde“. In der Physik bezeichnet Plasma ein Teilchengemisch auf atomar-molekularer Ebene. Oft spricht man von Plasma auch als dem vierten Aggregatszustand der Materie: Durch kontinuierliche Zufuhr von Energie geht feste Materie zuerst in den flüssigen Zustand über, dann in den gasförmigen. Durch weitere Energiezufuhr wird das Gas ionisiert, es entsteht Plasma – der vierte Aggregatszustand (Bild 1). Dabei sind unterschiedliche Effekte zu verzeichnen. Zum einen werden chemische Bindungen in den Gasmolekülen aufgebrochen und hochreaktive Radikale entstehen. Gleichzeitig werden Elektronen aus den Atomhüllen entfernt, wodurch freie Elektronen und Ionen im Plasma entstehen. Parallel werden Elektronen angeregt, d.h. auf ein höheres Energieniveau in der Atomhülle gehoben. Beim Zurückfallen auf ihr eigentliches Grundniveau wird elektromagnetische Strahlung frei. Plasma ist also ein ionisiertes Gas mit freien Elektronen, Ionen, angeregten Atomen und Radikalen, Molekülfragmenten und Photonen. Plasmen sind normalerweise quasineutral, d.h. die Ladungen der Ionen und Elektronen sind ungefähr im Gleichgewicht. Im Alltag begegnet uns Plasma in Gewitterblitzen, Xenon-Autoscheinwerfern oder den Nordlichtern am Polarkreis. Plasma zeichnet sich im Vergleich zum ursprünglichen Gas durch eine wesentlich höhere Leitfähigkeit und chemische Reaktivität aus. Diese Eigenschaften sind es, die in technischen Anwendungen genutzt werden.