Dichtheitsprüfung im Fertigungsprozess

Vorrichtung zum Prüfen eines Displaysystems in einer Haube – hier ist die leere Haube dargestellt (Bild: CETA Testsysteme GmbH)

01.11.2018 Dichtheitsprüfung im Fertigungsprozess

Qualitätsabsicherung elektronischer Displays

von Dr. Joachim Lapsien (CETA Testsysteme GmbH)

Elektronische Anzeigen werden in vielen Industriebereichen eingesetzt und müssen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Dies beinhaltet die Dichtheit gegen Schmutz und Feuchtigkeit. Eindringen von Flüssigkeiten kann zu schwerwiegenden Funktionsstörungen des Displays und der zugehörigen Elektronik führen. Daher ist häufig die Dichtheitsprüfung von montierten Anzeigesystemen in der Fertigungslinie von besonderer Bedeutung. Sehr oft wird das Prüfmedium Druckluft und die Druckverlustprüfung bei der End-of-Line-Dichtheitsprüfung eingesetzt.

Wenn die Displays in feuchtigkeitsbelasteter Umgebung verwendet werden, müssen sie wasserdicht sein. Denn das Eindringen von Flüssigkeiten kann zu schwerwiegenden Funktionsstörungen des Displays und der Elektronik führen. Häufig wird ein Dichtheitsgrad entsprechend einer IP-Schutzart (z. B. IP 67) gefordert. In der Definition der IP-Schutzarten wird nur beschrieben, wie ein geeigneter Labortest durchzuführen ist. Hierbei handelt es sich um eine Typprüfung. Von besonderer Bedeutung ist die Absicherung der Fertigungsqualität von montierten Anzeigesystemen. Daraus ergibt sich der Anspruch, zu 100% geprüfte Produkte auszuliefern, verbunden mit der Integration der Dichtheitsprüfung als End-of-Line-Test in die Fertigungslinie. Hierbei handelt es sich um eine Stückprüfung. In der Produktionslinie kann ein Labortest gemäß der IP-Schutzart natürlich nicht durchgeführt werden. Basierend auf den Ergebnissen der Laborversuche müssen die Anforderungen an eine entsprechende Dichtheitsprüfung in der Produktionslinie erarbeitet werden. Idealerweise können der Prüfdruck und die zulässige Leckrate definiert werden.