Der Weg zur perfekten Falzklebverbindung

Wie stabil eine Falzverklebung langfristig ist, hängt maßgeblich von der Verteilung des Klebstoffs im Falz ab. Dafür gibt es vier relevante Kriterien: A: 100%ige Verklebung zwischen Innen- und Außenblech B: Definierte x%ige Verklebung zwischen Innen- und Außenblech, C: Vollständige Füllung der äußeren Wurzel mit Klebstoff D: Ausreichende Klebstoffverteilung an der inneren Wurzel (Bild: Atlas Copco IAS GmbH)

30.10.2019 Der Weg zur perfekten Falzklebverbindung

Moderne Fügetechnik im Karosseriebau

von Udo Mößner (Atlas Copco IAS GmbH)

Der Prozess des Bördelfalzens gehört zu den anspruchsvollsten Fügeprozessen im Karosseriebau, da der Falzbereich besonders anfällig für Korrosion ist. Für eine perfekte Falzklebverbindung sollte man wissen, welche Faktoren den Prozess maßgeblich beeinflussen, welche Applikationstechnik sich eignet und wie die Qualität des Endprodukts überprüft und sichergestellt werden kann.

Eine besonders anspruchsvolle Art geklebter Fügeverbindungen im Rohbau sind die  Falzklebverbindungen. Sie werden in der Automobilindustrie etwa bei von außen sichtbaren Anbauteilen wie Türen, Front- oder Kofferraumklappen sowie Kotflügeln eingesetzt. Diese Technik stellt die hybride (mechanische + chemische) Verbindung komplexer Konstruktionen sicher und erfüllt darüber hinaus eine optische Funktion, indem sie die Schnittkanten der Metallbleche verbirgt. Dies beugt zudem
Verletzungen vor. Der Klebstoff im Falzinneren erfüllt strukturelle Funktionen, hält also Innen- und Außenteil in Position, erhöht die Crash-Sicherheit und schützt vor Korrosion.